Kreuz und Quer [2015.10.27]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kreuz und quer
Katalogzettel
| Titel | Kreuz und Quer [2015.10.27] |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Guggenberger, Christoph [Redaktion]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2015.10.27 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Religion ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-11672_01 |
| Gesamtwerk/Reihe | Kreuz und quer |
Information
Inhalt
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Der Film beginnt da, wo der menschliche Körper unwiderruflich fremden Händen ausgeliefert ist. Händen wie jenen von Tini und Markus, zwei Thanatologen, die Verstorbene für die Aufbahrung am offenen Sarg vorbereitet und Angehörige beim Abschiednehmen begleitet. Sie waschen, restaurieren und konservieren die Toten so, dass ein letztes Berühren, ein letzter Kuss möglich werden. Ein Portrait zweier außergewöhnlicher Menschen mit einem außergewöhnlichen Beruf.
Der Film beginnt da, wo der menschliche Körper unwiderruflich fremden Händen ausgeliefert ist. Händen wie jenen von Tini und Markus, zwei Thanatologen, die Verstorbene für die Aufbahrung am offenen Sarg vorbereitet und Angehörige beim Abschiednehmen begleitet. Sie waschen, restaurieren und konservieren die Toten so, dass ein letztes Berühren, ein letzter Kuss möglich werden. Ein Portrait zweier außergewöhnlicher Menschen mit einem außergewöhnlichen Beruf.
Herr Schuh und der Tod
Es ist eine merkwürdige Liebe, die da von den Wienern gepflegt und gehätschelt wird, mit der sie selbst im Suff in den Heurigen der Vorstädte noch kokettieren: die Liebe zum Tod, zur eigenen Vergänglichkeit und zu den Toten. Der Tod selbst – so heißt es in einem Volkslied – sei sogar ein Wiener gewesen. Als „schene Leich“ wird ein schönes Begräbnis, eine Bestattung mit Pomp, mit Würde und mit ausreichend Trauergästen genannt. Doch: wie hat sich im Zeitalter der Individualisierung und Säkularisierung der Umgang mit dem Tod, die Verabschiedung vom Toten und das Totengedenken verändert? Eine Dokumentation über den Umgang mit dem Sterben und dem Tod in einer Gesellschaft, die „die schene Leich“ in ihren Liedern besingt, in der das Thema aber mehr und mehr zum Tabu gemacht wird.
Es ist eine merkwürdige Liebe, die da von den Wienern gepflegt und gehätschelt wird, mit der sie selbst im Suff in den Heurigen der Vorstädte noch kokettieren: die Liebe zum Tod, zur eigenen Vergänglichkeit und zu den Toten. Der Tod selbst – so heißt es in einem Volkslied – sei sogar ein Wiener gewesen. Als „schene Leich“ wird ein schönes Begräbnis, eine Bestattung mit Pomp, mit Würde und mit ausreichend Trauergästen genannt. Doch: wie hat sich im Zeitalter der Individualisierung und Säkularisierung der Umgang mit dem Tod, die Verabschiedung vom Toten und das Totengedenken verändert? Eine Dokumentation über den Umgang mit dem Sterben und dem Tod in einer Gesellschaft, die „die schene Leich“ in ihren Liedern besingt, in der das Thema aber mehr und mehr zum Tabu gemacht wird.