"Worte auf die graue Wand geschrieben" von Milo Dor 1944/45
Katalogzettel
| Titel | "Worte auf die graue Wand geschrieben" von Milo Dor 1944/45 |
| Spieldauer | 00:01:48 |
| Urheber/innen |
Dor, Milo [Verfasser/in und Vortragende/r]
[GND]
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| Mitwirkende |
Österreichischer Pen Club [Veranstalter]
Presseclub Concordia [Veranstalter] |
| Datum |
1975.04.09 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien, Polizeigefangenenhaus Roßauer Lände [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Literatur ; Lyrik ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Widerstand ; Politische Verfolgung ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
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20. Jahrhundert - 40er Jahre
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| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 99-75064_b06_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Milo Dor wurde 1923 als Sohn eines serbischen Arztes in Budapest geboren und wuchs in Belgrad auf. Während der Besetzung der Stadt durch deutsche Truppen schloss er sich dem serbischen Widerstand an und geriet 1942 in Gefangenschaft. 1943 wurde er von den Nationalsozialisten als Zwangsarbeiter nach Wien deportiert, 1944 erneut verhaftet und ins Polizeigefängnis Roßauer Lände gebracht. Aus dieser Zeit stammt sein Gedicht "Worte auf die graue Wand geschrieben", in dem Milo Dor dem Sterben sein Leben und seine Lebenslust entgegensetzt.
Das Polizeigefängnis Roßauer Lände bekam den Spitznamen "Liesl", weil es an der ehemaligen Elisabethpromenade lag. Während des Austrofaschismus und Nationalsozialismus waren hier vor allem politische Gefangene inhaftiert. Heute sind es vor allem Schubhäftlinge, die hierher gebracht werden, bevor sie in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden sollen. Das Gefängnis kam immer wieder wegen Hungerstreiks der Schubhäftlinge oder Spontandemonstrationen gegen konkrete Abschiebungen vor dem Gebäude in die Medien.
Das Polizeigefängnis Roßauer Lände bekam den Spitznamen "Liesl", weil es an der ehemaligen Elisabethpromenade lag. Während des Austrofaschismus und Nationalsozialismus waren hier vor allem politische Gefangene inhaftiert. Heute sind es vor allem Schubhäftlinge, die hierher gebracht werden, bevor sie in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden sollen. Das Gefängnis kam immer wieder wegen Hungerstreiks der Schubhäftlinge oder Spontandemonstrationen gegen konkrete Abschiebungen vor dem Gebäude in die Medien.