Aufbruch ins Feld: Vom Wiener Südbahnhof in den Ersten Weltkrieg. Bettina Balàka liest aus ihrem Roman "Eisflüstern"
Katalogzettel
| Titel | Aufbruch ins Feld: Vom Wiener Südbahnhof in den Ersten Weltkrieg. Bettina Balàka liest aus ihrem Roman "Eisflüstern" |
| Spieldauer | 00:03:53 |
| Mitwirkende |
Balàka, Bettina [Verfasser/in und Vortragende/r]
[GND
]
Fleischanderl, Karin [Einleitung] [GND ] o-toene [Veranstalter] Museums Quartier [Veranstalter] |
| Datum |
2006.08.03 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Literatur ; Kultur ; Lesung ; Prosa ; Erster Weltkrieg ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
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20. Jahrhundert - 10er Jahre
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| Typ | audio |
| Format |
DAT [DAT-Kassette] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 11-01752_b05_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Balthasar Beck, der Protagonist aus Bettina Balàkas Roman "Eisflüstern", fährt im Sommer 1914 zusammen mit anderen Reservisten an die Kriegsfront nach Serbien. Balàkas Abschiedsszene der Truppe beschreibt die Stimmung am Südbahnhof, die von inszenierter und nicht inszenierter Kriegsbegeisterung gekennzeichnet war, "als hätte man eigens etliche Mädchen in weißen Schürzen bestellt, die mit Blumensträußen winkten, ohne jemand bestimmten damit zu meinen." Balàka entblößt in diesem Ausschnitt die Motive der Kriegsbefürworter wie "Ehre", "Ruhm", "reinigender Kampf" und "Kriegslust" in ihrer Banalität, während die Kriegsgräuel ständig über der Szene liegen, weil es eine Rückblende ist, an die sich der heimkehrende, vom Krieg gezeichnete Beck erinnert.
Ins Feld – das bedeutete im Sommer 1914 in den Osten gebracht zu werden – nach Galizien und in die Bukowina, um gegen das Russische Reich zu kämpfen – oder wie im Roman Balàkas auf den Balkan zum Krieg gegen Serbien, den man fälschlicherweise bald beendigen zu können glaubte. Ab dem Frühjahr 1915 kam mit dem Krieg gegen Italien eine weitere Front hinzu.
Ins Feld – das bedeutete im Sommer 1914 in den Osten gebracht zu werden – nach Galizien und in die Bukowina, um gegen das Russische Reich zu kämpfen – oder wie im Roman Balàkas auf den Balkan zum Krieg gegen Serbien, den man fälschlicherweise bald beendigen zu können glaubte. Ab dem Frühjahr 1915 kam mit dem Krieg gegen Italien eine weitere Front hinzu.