Der Turnertempel. Erinnerungen an eine Synagoge und ihre Zerstörung.
Katalogzettel
| Titel | Der Turnertempel. Erinnerungen an eine Synagoge und ihre Zerstörung. |
| Spieldauer | 00:05:01 |
| Mitwirkende |
Radio Orange [Produzent]
Verein coobra [Produzent] |
| Ort |
Wien, Turnertempel [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Interview ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Migration ; Völkermord und Holocaust ; Internetdownload |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre |
|
| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e11-00089_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Standort des ehemaligen Turnertempels in der Turnergasse 22. Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Der Turnertempel war das religiöse Zentrum der vorstädtischen jüdischen Gemeinde und zugleich sein öffentlich sichtbarstes Symbol. Der Turnertempel wurde 1871–72 nach den Plänen von Carl König als dritte Synagoge Wiens und seiner Umgebung erbaut und bezeugte damit das Alter und die Bedeutung der Gemeinde "Sechshaus" innerhalb des Wiener Judentums.
Er war im Leben fast aller jüdischen Familien dieser Gemeinde verwurzelt, viele Kinder sangen hier im Chor und in dem benachbarten Gemeindehaus waren zahlreiche Vereine untergebracht. Seine gezielte Zerstörung in der Reichspogromnacht ("Reichskristallnacht") am 9. November 1938 – gemeinsam mit allen anderen Synagogen Wiens – verdeutlichte den Juden und Jüdinnen die unaufhaltsame Katastrophe, die ihnen das NS-System bereitete.
Gleich nach der Zerstörung des Turnertempels wurde das Grundstück von einem benachbarten Transportunternehmer, welcher der lokalen NSDAP nahe stand, "auf dem Weg der Arisierung" erworben und an seiner Stelle eine Garage errichtet. Diese bestand bis in die 1970er Jahre, und erst ab den 1980er Jahren erinnerte eine versteckte Gedenktafel an die zerstörte Synagoge.
Heute markiert der "Erinnerungsort Turnertempel" den Verlust in Gestalt eines bedeutenden Kunstwerks im öffentlichen Raum.
Die Zusammenstellung von Interviewpassagen entstammt dem "Audioguide Wien 15 – Orte erinnern, Menschen erzählen. Die Geschichte einer jüdischen Vorstadtgemeinde", einer Koproduktion des Projektes "Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel"[http://www.herklotzgasse21.at/] mit Radio Orange 94.0 [http://o94.at/].
Er war im Leben fast aller jüdischen Familien dieser Gemeinde verwurzelt, viele Kinder sangen hier im Chor und in dem benachbarten Gemeindehaus waren zahlreiche Vereine untergebracht. Seine gezielte Zerstörung in der Reichspogromnacht ("Reichskristallnacht") am 9. November 1938 – gemeinsam mit allen anderen Synagogen Wiens – verdeutlichte den Juden und Jüdinnen die unaufhaltsame Katastrophe, die ihnen das NS-System bereitete.
Gleich nach der Zerstörung des Turnertempels wurde das Grundstück von einem benachbarten Transportunternehmer, welcher der lokalen NSDAP nahe stand, "auf dem Weg der Arisierung" erworben und an seiner Stelle eine Garage errichtet. Diese bestand bis in die 1970er Jahre, und erst ab den 1980er Jahren erinnerte eine versteckte Gedenktafel an die zerstörte Synagoge.
Heute markiert der "Erinnerungsort Turnertempel" den Verlust in Gestalt eines bedeutenden Kunstwerks im öffentlichen Raum.
Die Zusammenstellung von Interviewpassagen entstammt dem "Audioguide Wien 15 – Orte erinnern, Menschen erzählen. Die Geschichte einer jüdischen Vorstadtgemeinde", einer Koproduktion des Projektes "Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel"[http://www.herklotzgasse21.at/] mit Radio Orange 94.0 [http://o94.at/].