Abschiedsparade der alliierten Truppen am Schwarzenbergplatz 1955
Katalogzettel
| Titel | Abschiedsparade der alliierten Truppen am Schwarzenbergplatz 1955 |
| Spieldauer | 00:15:40 |
| Urheber/innen |
Rot-Weiß-Rot / Sendergruppe Rot-Weiß-Rot [Sendeanstalt]
|
| Mitwirkende |
Bock, Hellmuth [Reporter/in]
|
| Datum |
1955.07.27 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien, Haus der Industrie: Haus der Alliierten [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Politik Österreich ; Radio ; Nachrichten ; Besatzung ; Staatsvertrag ; Friede ; Militär ; Zweiter Weltkrieg ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - 50er Jahre
|
|
| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e01-00013_b04_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Das Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz – 1945 bis 1955 der Sitz des Alliierten Rates. Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Die Radioreportage verfolgt vor Ort die letzte Parade, die Abschiedsparade, der allliierten Truppen in Österreich am Schwarzenbergplatz am 17. Juli 1955, die mit allem militärischen Pomp erfolgte und an deren Höhepunkt die vier Fahnen der vier Besatzungsmächte eingeholt wurden.#13#13 Der Moment wird gefeiert als das Ende von zehn respektive siebzehn Jahren der Unfreiheit, wobei auf die ersten sieben Jahre dieser Unfreiheit, während derer Österreich ein Teil des Deutschen Reiches war, nicht näher eingegangen wird. Zwar wird die "Befreiung" angesprochen, nicht aber, wovon Österreich befreit wurde; und schon gar nicht, dass das auch eine Befreiung von einem autochthonen Nationalsozialismus war und dieser ein wesentlicher Grund für die Dauer der Besatzung war. Die unangenehmen Seiten der Besatzung werden eher summarisch in Erinnerung gerufen – allein die quer durch das Land verlaufenden Demarkationslinien werden konkret genannt – aber auch Hilfeleistungen der Besatzer, etwa bei Naturkatastrophen, werden angesprochen. #13#13 Zum Finale der Befreiung wird der Radetzky-Marsch gespielt: ein verlorenes, kulturell aber fortgeschriebenes Urbild Österreichs im Gewand der Monarchie.