Plötzlich Jüdin. Tragische Szene des Schulausschlusses
Katalogzettel
| Titel | Plötzlich Jüdin. Tragische Szene des Schulausschlusses |
| Spieldauer | 00:02:03 |
| Mitwirkende |
Freiberger, Lotte [Interviewte/r]
Traska, Georg [Interviewer/in] [GND ] |
| Datum |
2009 [Vermutliches Datum] |
| Ort |
Wien [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Bildung ; Politik Österreich ; Interview ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Bildung und Schulwesen ; Kinder und Jugend ; Judentum ; Religion ; Politische Verfolgung ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre |
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| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e11-00096_b09 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Lotte Freiberger erzählt im Interview, wie in ihrer Klasse in der Frauenoberschule in der Wenzgasse im März/April 1938 zahlreiche Schülerinnen ausgeschlossen wurden, und zwar als "Jüdinnen", obwohl sie – oder auch schon ihre Eltern – getauft waren und obwohl sie sich selbst nicht als Jüdinnen verstanden oder überhaupt nicht von ihren jüdischen Vorfahren wussten. Für diese Mädchen war wenigstens der Moment des Ausschlusses noch tragischer als für jene, die von ihrem Judentum wussten, denn das Unglück traf sie völlig unerwartet. Lotte Freiberger war nach den Begriffen der Nürnberger Rassegesetzen "Geltungsjüdin". Sie hatte einen jüdischen Vater und eine christlich geborene Mutter und war konfessionell Jüdin. Sie erinnert sich, dass in ihrer Klasse nur zwei konfessionelle Jüdinnen waren gegenüber einer weit größeren Anzahl an christlich getauften Mädchen, die erst durch den Nationalsozialismus zu Jüdinnen gemacht wurden.