Friedhof der Namenlosen
Katalogzettel
| Titel | Friedhof der Namenlosen |
| Spieldauer | 00:02:59 |
| Urheber/innen |
Weichinger, Robert [Gestaltung]
[GND]
Fels, Ludwig [Text] [GND] |
| Mitwirkende |
Fuchs, Josef [Interviewte/r]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1989.10.28 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien, Friedhof der Namenlosen [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Tod ; Alltag ; Feature ; Reportage ; Radio ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - 80er Jahre
|
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| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 99-89154_b02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Eingang zum Friedhof der Namenlosen. Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
In diesem Ausschnitt einer "Hörbilder"-Sendung, die im Jahr 1989 auf Ö1 lief, äußern sich Friedhofsbesucher/innen zum Friedhof der Namenlosen. In ihren Erzählungen kommt die romantische Faszination zum Ausdruck, die dieser Ort der erstummten Wasserleichen und Selbstmörder/innen ausübt. An der Kapelle des Friedhofs ist dementsprechend zu lesen: "Alle, die sich hier gesellen, trieb Verzweiflung in der Wellen kalten Schoß. Drum die Kreuze, die da ragen, wie das Kreuz das sie getragen, 'namenlos'." Es ist nicht zuletzt der besonderen Aura dieser letzten Ruhestätte zu verdanken, dass der US-amerikanische Filmregisseur Richard Linklater eine Szene seines Filmes "Before Sunrise" mit Ethan Hawke und Julie Delpy hier spielen ließ.
Dort am "Sauhaufen" – so die wienerische Bezeichnung für das Alberner Areal, wo der Donaukanal in die Donau mündet, ist der Friedhof der Namenlosen entstanden, weil hier bis zum Bau des Alberner Hafens im Jahr 1939 ein Wasserwirbel häufig in der Donau Ertrunkene an Land gespült hatte. Die meist unbekannten oder bis zur Unkenntlichkeit verwesten Toten, wurden an Ort und Stelle zu begraben. Untrennbar verbunden mit der Geschichte und Erhaltung des Friedhofs ist der ehemalige Totengräber Josef Fuchs, der sich bis zu seinem Tod unermüdlich um die Erhaltung des Friedhofs gekümmert hatte und dem es zu verdanken ist, dass nicht alle Bestatteten namenlos geblieben sind.
Dort am "Sauhaufen" – so die wienerische Bezeichnung für das Alberner Areal, wo der Donaukanal in die Donau mündet, ist der Friedhof der Namenlosen entstanden, weil hier bis zum Bau des Alberner Hafens im Jahr 1939 ein Wasserwirbel häufig in der Donau Ertrunkene an Land gespült hatte. Die meist unbekannten oder bis zur Unkenntlichkeit verwesten Toten, wurden an Ort und Stelle zu begraben. Untrennbar verbunden mit der Geschichte und Erhaltung des Friedhofs ist der ehemalige Totengräber Josef Fuchs, der sich bis zu seinem Tod unermüdlich um die Erhaltung des Friedhofs gekümmert hatte und dem es zu verdanken ist, dass nicht alle Bestatteten namenlos geblieben sind.