Hilde Spiel: "… dass die Kluft zwischen den Ausgewanderten und den Daheimgebliebenen sich nie wieder völlig schließt."
Katalogzettel
| Titel | Hilde Spiel: "… dass die Kluft zwischen den Ausgewanderten und den Daheimgebliebenen sich nie wieder völlig schließt." |
| Spieldauer | 00:01:56 |
| Mitwirkende |
Spiel, Hilde [Verfasser/in und Vortragende/r]
[GND
]
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes [Veranstalter] Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur [Veranstalter] |
| Datum |
1975.06.03 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Wissenschaft und Forschung ; Politik Österreich ; Kultur ; Lesung ; Kulturveranstaltung ; Exil ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre 20. Jahrhundert - 50er Jahre |
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| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 99-75117_b07 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
In einem Vortrag spricht Hilde Spiel 1975 über verschiedene Heimkehrer aus dem Exil und den inneren Abstand, der sie immer von jenen trennen würde, die das Land nie verlassen mussten. Besonders schwer sei es für jene gewesen, die nicht gleich nach Kriegsende nach Österreich zurückgekehrt sind, sondern erst später der Anziehungskraft ihrer ehemaligen Heimat nachgaben.
Spiel spricht aus eigener Erfahrung. Sie emgirierte bereits 1936 als überzeugte Sozialdemokratin und wegen des in Österreich herrschenden Antisemitismus nach England, nicht erst 1938, als es für die Jüdin Flucht, nicht mehr oder minder freiwilliges Exil gewesen wäre.
1946 reiste sie als Kriegskorrespondentin für die britische Zeitung "New Statesman" erstmals nach Wien, übersiedelte 1948 nach Berlin und kehrte erst 1963 endgültig nach Wien zurück. Doch bereits in ihrem 1946 verfassten Reisetagebuch "Rückkehr nach Wien" schrieb sie, sie sei von ihren Erinnerungen überwältigt worden, als sie nach Döbling, an ihren früheren Wohnort, kam. Auf dem Pfarrplatz stehend, bekannte sie: "Hier liegt meine Seele begraben." Ihren Lebensabend verbrachte sie wieder in diesem Bezirk, in der Cottagegasse 63.
Spiel spricht aus eigener Erfahrung. Sie emgirierte bereits 1936 als überzeugte Sozialdemokratin und wegen des in Österreich herrschenden Antisemitismus nach England, nicht erst 1938, als es für die Jüdin Flucht, nicht mehr oder minder freiwilliges Exil gewesen wäre.
1946 reiste sie als Kriegskorrespondentin für die britische Zeitung "New Statesman" erstmals nach Wien, übersiedelte 1948 nach Berlin und kehrte erst 1963 endgültig nach Wien zurück. Doch bereits in ihrem 1946 verfassten Reisetagebuch "Rückkehr nach Wien" schrieb sie, sie sei von ihren Erinnerungen überwältigt worden, als sie nach Döbling, an ihren früheren Wohnort, kam. Auf dem Pfarrplatz stehend, bekannte sie: "Hier liegt meine Seele begraben." Ihren Lebensabend verbrachte sie wieder in diesem Bezirk, in der Cottagegasse 63.