Interview mit Shlomo Galandauer - 2. Teil
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Seit 2001 führt die Burgenländische Forschungsgesellschaft (BFG) lebensgeschichtliche Interviews mit vertriebenen Juden und Jüdinnen des Burgenlandes durch. Der Großteil der Lebensgeschichten wurde in der von Alfred Land, Barbara Tobler und Gert Tschögl 2004 im Mandelbaum-Verlag herausgegebenen Publikation "Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen" veröffentlicht. #13#13 Der 1932 in Wiener Neustadt geborene Shlomo Galandauer verbrachte seine frühe Kindheit in Lackenbach, wo die Familie der Mutter lebte. In der Nacht des 12. März 1938 wurden die Fenster ihres Hauses eingeschlagen, die Familie ihrer Wertsachen beraubt, wenig später der Vater von der Gendarmerie abgeholt und dazu angehalten, Lackenbach zu verlassen. Zunächst flüchtete die Familie zu einem Onkel in Wiener Neustadt, von dort weiter in die Tschechoslowakei zu einem Bruder der Mutter. In Prag erhielten sie Einreisevisa für England und lebten nach kurzem Aufenthalt in London und Liverpool in Birmingham. 1943 zog die Familie nach Leicester wo sein Vater eine Arztpraxis eröffnete. Shlomo Galandauer studierte Chemie in London, graduierte 1954 und forschte in einer chemischen Fabrik bei London. Im Jahr 1959 heiratete er und bekam drei Kinder. Er arbeitete ehrenamtlich im Holocaust Survivors‘ Centre.
#13#13 Grund der Verfolgung während des NS-Regimes: #13 Verfolgung als "Jude/Jüdin" #13#13 Orte des Exils: #13 London, England