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Interview mit Meir Leker - 1. Teil

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Katalogzettel

Titel Interview mit Meir Leker - 1. Teil
Titelzusatz Lebensgeschichtliche Interviews mit vertriebenen (jüdischen) BurgenländerInnen
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Tschögl, Gert [Interviewer/in] [GND ]
Leker, Meir [Interviewte/r]
Brunner-Szabo, Eva [Kamera] [GND ]
Nationalfonds der Republik Österreich [Fördergeber]
Burgenländische Forschungsgesellschaft
Datum 2005.09.19 [Aufnahmedatum]
Ort Paris [Aufnahmeort]
Schlagworte Politik ; Politik Österreich ; Wissenschaft und Forschung ; Gesellschaft ; Interview ; Antisemitismus ; Politische Verfolgung ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Völkermord und Holocaust ; Exil ; Rückblick ; Familie ; Judentum ; Unveröffentlichte Aufnahme
Örtliche Einordnung Österreich
Deutschland, Deutsches Reich
Israel
Frankreich
20. Jahrhundert - 20er Jahre
20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre
20. Jahrhundert - 50er Jahre
20. Jahrhundert - 60er Jahre
20. Jahrhundert - 70er Jahre
20. Jahrhundert - 80er Jahre
Typ video
Format VKAMDV [Videokassette, MiniDV]
DFFFV1 [FFV1-Codec im AVI-Container]
DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur VX-08925_k01, VX-08925, VX-08925
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Seit 2001 führt die Burgenländische Forschungsgesellschaft (BFG) lebensgeschichtliche Interviews mit vertriebenen Juden und Jüdinnen des Burgenlandes durch. Der Großteil der Lebensgeschichten wurde in der von Alfred Land, Barbara Tobler und Gert Tschögl 2004 im Mandelbaum-Verlag herausgegebenen Publikation "Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen" veröffentlicht. Der 1926 geborene Meir Leker wuchs gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester in Oberpullendorf (Burgenland) auf, wo ihr Vater eine Rechtsanwaltskanzlei führte. Mit zehn Jahren ging Meir Leker in Kost bei einer Familie in Wien, um dort ein Gymnasium zu besuchen. Der Vater wurde in der Nacht des „Anschlusses“ verhaftet und erst wieder freigelassen, als er versicherte, das Burgenland zu verlassen. Meir Leker erinnert sich, dass die Familie nur wenige Dinge mitnehmen konnte, sich der Vater mehrmals wöchentlich bei der Gestapoleitstelle in Wien melden musste und sie gezwungen wurden, das Land bis 31. Mai 1938 zu verlassen. Dies gelang durch die Brüder der Mutter, die sich um Einreisebewilligungen für Palästina bemühten, und durch das Geschick des Vaters bei der Einreise nach Italien. Über Triest gelangte die Familie nach Tel Aviv, wo Meir Leker die Schule besuchen und mit Matura abschließen konnte. Nach seinem Dienst bei der Hagana ging er 1947 nach London, um Jus zu studieren, und praktizierte ab 1952 in der Kanzlei des Vaters. Ab 1967 arbeitete Meir Leker als Jurist für die UNESCO in Paris.

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