Journalsendung: Diskussion über die Frage, ob Großbetriebe mit Steurgeld gefördert werden sollen
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Katalogzettel
| Titel | Journalsendung: Diskussion über die Frage, ob Großbetriebe mit Steurgeld gefördert werden sollen |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Gratz, Leopold [Diskutant/in]
[GND
]
Busek, Erhard [Diskutant/in] [GND ] ORF |
| Schlagworte | Wirtschaft ; Diskussion ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] KKA [Kompaktkassette] |
| Signatur | 6-43759_a_K01, 6-43759_a_or, 6-43759_b, 6-43759_a |
| Medienart | Mediendatei |
Information
Inhalt
Sprecher: Diskussion über die Frage, ob Großbetriebe wie General Motors mit Steurgeld gefördert werden sollen oder Großprojekte wie das Konferenzzentrum. Die SPÖ ist für die Förderung von Großbetrieben und Großprojekten. O-Ton Bürgermeister Gratz: Wir haben derzeit in Wien im industriellen Sektor 126.000 Beschäftigte, im gewerblichen Sektor und Bausektor, da sind auch Industriefirmen dabei, 112.000, das heißt es arbeiten mehr Menschen in der Industrie. Das ist das eine. Zum Zweiten glaube ich, dass Wien einfach die Struktur braucht, die es immer gehabt hat, erfreulicherweise. Nämlich ein sehr leistungsfähiges Gewerbe, das etwa auf der Wiener Messe mit einer beachtlichen Leistungsschau an die Öffentlichkeit getreten ist und das auch von uns gefördert wird, aber auch eine moderne Industrie, die sich immer wieder selbst erneuert, modernisiert und daher sind wir auch für die Ansiedelung neuer Betriebe und die Unterstützung der Modernisierung bestehender Betriebe und auch für die Förderung der Forschung und der Innovation, denn bei allem Respekt vor dem Gewerbe - das Gewerbe wird keine Forschungslabors und Forschungsstätten unterhalten. Sprecher: Konträr hier wieder die ÖVP. Die Subventionen für General Motors lehnt sie ab, auch in der Frage eines zinsenlosen Kredites in Millionenhöhe für die Firma Ankerbrot zog die ÖVP nicht mit. Ihr Wunsch, damals die Arbeitsplätze aufgeben und das für Ankerbort vorgesehene Geld den kleinen Bäckermeistern zur Verfügung stellen, damit diese Arbeitsplätze schaffen können. Erhard Busek: Prinzipell kann man sagen, dass wir für das Großprojekt der 1000 Kleinprojekte sind, nämlich für die Stadterneuerung wo sie quer durch alle Branchen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Dieses punktuelle Eingreifen erzeugt zwar sicher für ein Unternehmen mehr Sicherheit oder verhindert hier einen Ruin, ändert aber nicht die grundsätzlichen strukturellen Probleme die die Wiener Wirtschaft genauso wie die österreichische Wirtschaft selber hat, dass nämlich die Verbesserung der Voraussetzungen - wahrscheinlich wäre allen Wiener Betrieben und damit den Arbeitsplätzen mehr geholfen wenn man bei den Tarifen und Gebühren nicht so hoch herauf gegangen wäre, wie das in der letzten Zeit der Fall gewesen ist. Sprecherin: Soweit also die Auseinandersetzung zwischen ÖVP und Sozialisten in Wien. Stellungnahmen der dritten Gemeinderatspartei der Freiheitlichen und der gleichfalls kandidierenden Kommunisten, Grünen und Alternativen bringen wir dann in einem der nächsten Journale.