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Ö3, Geschichte des Faschingskrapfens

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Titel Ö3, Geschichte des Faschingskrapfens
Spieldauer
Schlagworte Unterhaltung ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
KKA [Kompaktkassette]
Signatur 6-43762_a_K01, 6-43762_a_or, 6-43762_b, 6-43762_a
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Hit Radio Ö3: Sprecherin: ...Faschingskrapfen, die heute in Österreich verspeist werden. Die Tradition des Krapfens ist alt, schon die Griechen haben der Göttin Ceres Krapfen als Opfergabe dargebracht, sagen die Griechen. Die Österreicher sehen das anders: Glaubt man aber als patriotischer Österreicher der kulinarischen Mär, dann haben wir die Erfindung des Faschingskrapfens einer gewissen Cäcilia Krapf zu verdanken erzählt die Brauchtumsexpertin Helga Maria Wolf. Wolf: Wobei man eigentlich nicht so genau weiß, wann sie gelebt haben soll, um 1500, um 1600, um 1800, es ist auch eigentlich ganz egal. Sprecherin: Wien im 15., 16. oder 17. Jahrhundert, es gibt Probleme in der Küche der Wiener Hofratsköchin Cäcilia Krapf. Voller Zorn schnappt sie sich einen Teigbatzen und wirft ihn nach dem Lehrbub. Der Junge duckt sich und das Teiggeschoß landet mitten im heißen Schmalz und so wird die Cillikugel, also der Urfaschingskrapfen geboren. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden dann die Hofbälle mit Cillikugeln versüßt. Mit einem so durchschlagenden Erfolg, dass allein im Kongressjahr 1815 an die 10 Millionen Krapfen bei Bällen verspeist wurden. Wolf: Krapfen ist immer so eine Art Luxusgebäck, denn im Gegensatz zum Fastenberezel wird ja der Krapfen, ein flaumiger Germteig in Schmalz herausgebacken und das ist eine absolute Überflussspeise, daher auch für die Festzeiten. Sprecherin: Auf eine Krapfen eingeladen zu werden hat aber viel mehr bedeutet, als nur einen Krapfen zu essen: Wolf: Wenn ein Liebespaar einen Krapfen geteilt hat, dann war das ein Akt der Verlobung. Sprecherin: Krapfenähnliches Gebäck hat es aber schon zu Zeiten Karl des Großen gegeben. Die Griechen haben der Göttin Ceres Krapfen als Opfer dargebracht und bei den alten Römern da hießen sie Globuli. Aber egal ob der Krapfen jetzt dem Einfallsreichtum der Frau Cilli entsprungen ist oder sein Ursprung doch dem heidnischen Brauch verdankt - nicht viel reden, einfach zubeißen. Sprecher: Achtung, eine Warnung, Ihr Krapfen enthält ca. 400 Kalorien, guten Appetit. ; Musik, Werbeblock, Verkehrsfunk, Musik

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