zurück

Navigation

Suchen

Justizpalastbrand (1927)

Rechtliches

Zitieren

Katalogzettel

Titel Justizpalastbrand (1927)
Spieldauer 00:02:37
Datum 1927.07.15 [Aufnahmedatum]
Ort Wien, Justizpalast [Ortsbezug]
Schlagworte Politik Österreich ; Gesellschaft ; Justiz und Rechtswesen ; Justizpolitik ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme
20. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ video
Format VKADB [Videokassette, DigiBeta]
Sprache Deutsch
Rechte Mit freundlicher Genehmigung: Filmarchiv Austria
Link Filmarchiv Austria
Signatur Österreichische Mediathek, vx-03237_b06, vx-03237_b06_k02, vx-03237_b06_k01
Medienart MPG-Videodatei
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2017.

Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2017.

Information

Inhalt

Eines der zentralen Ereignisse und ein Wendepunkt in der österreichischen Politik der Zwischenkriegszeit - der Brand des Justizpalastes am 15. Juli 1927 - wurde filmisch festgehalten: vermutlich vom Dach des Parlaments, über den kleinen Park hinweg, der heute nach der christlichsozialen Gewerkschafterin Grete Rehor benannt ist. Der Film wurde unmittelbar nach dem Ereignis geschnitten. Mit erstaunlich großer Deutlichkeit zeigt er, wie sich ein Papierregen aus den Fenstern des bereits in Brand stehenden Justizgebäudes ergießt -gebildet aus den Gerichtsakten, die die Demonstranten aus Protest über das am Vortag gefällte "Schattendorfurteil" auf diese Weise zerstörten. Außerdem sieht man verschiedene Phasen des Brandes und über die Straßen wogende Menschenmengen.

Im burgenländischen Schattendorf wurden in einem Geschworenenprozess die Männer freigesprochen, die in einer Auseinandersetzung von sozialdemokratischen Schutzbündlern und politisch rechts gerichteten Frontkämpfern zwei Menschen, einen kroatischen Kriegsinvaliden und einen Sechsjähriger, als Teil der Schutzbündler, erschossen und fünf weitere verletzten.

Nachdem die Demonstranten nicht zum Abzug vom brennenden Justizpalast zu bewegen waren und damit die Feuerwehr behinderten, schossen Polizisten auf Befehl des Polizeipräsidenten Schober, dem Karl Kraus darob ein Lied widmete[Link: https://www.mediathek.at/audiovisueller-atlas/?state=1B661E9E-3B9-000C6-00000A10-1B652C46], in die Menge und töten 84 Demonstranten. Hunderte Polizisten und Zivilisten wurden verletzt. Diese Ereignisse steigerten die Polarisierung der österreichischen Gesellschaft, die schließlich zum Bürgerkrieg 1934 führte.

Sammlungsgeschichte

Archivbestand Österreichische Mediathek ohne weitere Sammlungszuordnung

Download


Metadaten
Mediathek Logo