Jugoslawische Gastarbeiter in der Wiener Stadthalle - und in der Energiekrise 1974
Katalogzettel
| Titel | Jugoslawische Gastarbeiter in der Wiener Stadthalle - und in der Energiekrise 1974 |
| Titelzusatz |
Aus: Austria Wochenschau, 11. Jänner 1974 |
| Spieldauer | 00:02:12 |
| Datum |
1974.01.11 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien, Wiener Stadthalle [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Wirtschaft ; Migration ; fossile Energieträger ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: Filmarchiv Austria |
| Link |
Filmarchiv Austria |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 12-00133_b02_k02, 12-00133_b02_k01 |
| Medienart | MPG-Videodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2017.
Information
Inhalt
"Ihre Arbeit ist für unser Wohlergehen oft unentbehrlich, und doch werden sie oft noch diskriminiert", sagt der Kommentar zu dem Wochenschaubericht über die Einladung der jugoslawischen GastarbeiterInnen in die Wiener Stadthalle durch die Stadt Wien an einem Sonntagnachmittag im Januar 1974. Es sind überwiegend junge Menschen zu sehen, die damals erst wenige Jahre in Österreich waren, modisch gekleidet und fröhlich zu der Zusammenkunft mit viel Musik strömend. Ab 1972 ging die Stadt Wien mit der Gründung des Wiener Zuwanderer-Fonds bewusst auf die sozialen Probleme der "Gastarbeiter" zu und bot in deren Muttersprache Informationen für die migrantische Bevölkerung an. Die Sozialpartner und vor allem politisch linke Organisationen setzten sich gegen Vorurteile in der österreichischen Bevölkerung ein. Die Einladung der JugoslawInnen in die Stadthalle warb, als Zeichen von Verbundenheit mit diesen, auch für die Toleranz bei der übrigen Wiener Bevölkerung#13#13 1966 hatten Österreich und Jugoslawien das "Anwerbeabkommen" unterschrieben, aufgrund dessen JugoslawInnen bald die größte migrantische Gruppe in Österreich und insbesondere in Wien ausmachten. Hier arbeiteten 1973 etwa 75.000 jugoslawische ArbeitnehmerInnen im Industrie- und Dienstleistungssektor, unter schlechten Wohnverhältnissen und als soziale Unterschicht.#13#13 Die Wochenschau stellt die Frage, ob sie angesichts der Energiekrise ihre Arbeitsplätze in Österreich werden behalten können. Die Interviewten antworten überwiegend positiv. Vermutlich sind die meisten derer, die an diesem Sonntag in die Stadthalle kamen, geblieben. Doch tatsächlich ging die Zahl der jugoslawischen ArbeitnehmerInnen bis 1987 auf 62.400 zurück, während jene der türkischen Gastarbeiter in diesem Zeitraum noch kontinuierlich stieg.