Ein "Sir Roger" aus der Buckligen Welt
Katalogzettel
| Titel | Ein "Sir Roger" aus der Buckligen Welt |
| Spieldauer | 00:08:44 |
| Urheber/innen |
Schunko, Franz [Wiss. Verfasser/in]
|
| Mitwirkende |
Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent]
|
| Datum |
1965 [Produktionsdatum] |
| Ort |
Ransdorf / Lichtenegg (Bucklige Welt) [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Ethnologie ; Tanz ; Volksmusik - Volksmusik Österreich ; Dokumentation ; Wissenschaftlicher Film ; Unveröffentlichte Aufnahme |
|
20. Jahrhundert - 60er Jahre
|
|
| Typ | video |
| Format |
VKADB [Videokassette, DigiBeta] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-02691_01_b01_k02, vx-02691_01_b01_k01, vx-02691_01_b01 |
| Medienart | avi-Videodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2017.
Information
Inhalt
Bauern aus Ransdorf in der Buckligen Welt tanzen den englischen oder schottischen Countrydance "Sir Rogers", dessen Name klanglich geringfügig, semantisch aber nicht unerheblich in "Sarutscha" umgeformt wurde. In dieselbe Richtung ging bereits um 1930 die Form "Saročza" im schlesischen Kamnitz bei Bielitz, wo ein gewisser Karl Schnür, Obmann des Beskidenbundes, zu diesem Tanz im Gasthaus des Vaters musizierte.13
Der "Sir Rogers de Coverley" reicht bis ins späte 17. Jahrhundert zurück (die 9. Edition des englischen Tanzmanuals "The Dancing Master" von 1695) und war um 1900 als Modetanz über den weiten Raum von Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg, Böhmerwald, Frankreich, Spanien, Schweden, USA und Australien verbreitet.
Ins Ransdorf erhielt sich der Tanz bis in die 1960er Jahre als bäuerlicher Tanz, dessen Ursprung unter dem dialektal klingenden Namen "Scharutscha" wohl verborgen lag.
Der ethnografische Film des Österreichischen Volksliedwerkes zeigt uns - nach einer kurzen Einleitung über "manche Spuren urtümlicher Lebensformen" in der südöstlichen Region Niederösterreichs - die zur Ziehharmonika tanzenden Bauern und Bäuerinnen im Sonntagsstaat (die Frauen alle mit Kopftuch und Schürze) in einer Wirtsstube. Musik und Tanz sind beschwingt und wiederholen auf zierliche Weise dieselben Muster, mit einer gewissen Steigerung der Figuren bis zum schnellen Polka-Rundtanz am Ende.
Der "Sir Rogers de Coverley" reicht bis ins späte 17. Jahrhundert zurück (die 9. Edition des englischen Tanzmanuals "The Dancing Master" von 1695) und war um 1900 als Modetanz über den weiten Raum von Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg, Böhmerwald, Frankreich, Spanien, Schweden, USA und Australien verbreitet.
Ins Ransdorf erhielt sich der Tanz bis in die 1960er Jahre als bäuerlicher Tanz, dessen Ursprung unter dem dialektal klingenden Namen "Scharutscha" wohl verborgen lag.
Der ethnografische Film des Österreichischen Volksliedwerkes zeigt uns - nach einer kurzen Einleitung über "manche Spuren urtümlicher Lebensformen" in der südöstlichen Region Niederösterreichs - die zur Ziehharmonika tanzenden Bauern und Bäuerinnen im Sonntagsstaat (die Frauen alle mit Kopftuch und Schürze) in einer Wirtsstube. Musik und Tanz sind beschwingt und wiederholen auf zierliche Weise dieselben Muster, mit einer gewissen Steigerung der Figuren bis zum schnellen Polka-Rundtanz am Ende.