Schützenfest der Augstbachler Kapselschützen (Altaussee 1977)
Katalogzettel
| Titel | Schützenfest der Augstbachler Kapselschützen (Altaussee 1977) |
| Spieldauer | 00:18:56 |
| Urheber/innen |
Grieshofer, Franz [Wiss. Verfasser/in]
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| Mitwirkende |
Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent]
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| Datum |
1977.02.20 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Altaussee [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Wissenschaft und Forschung ; Gesellschaft ; Ethnologie ; Festakte ; Technik ; Volksmusik - Volksmusik Österreich ; Dokumentation ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Steiermark
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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| Typ | video |
| Format |
VKADB [Videokassette, DigiBeta] |
| Nummern |
C 1651 |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-02897_01_b01_k02, vx-02897_01_b01_k01, vx-02897_01_b01 |
| Medienart | avi-Videodatei |
Information
Inhalt
Die regionale Tradition des Schützenwesens geht bis ins 16. Jahrhundert zurück und hat nichts mit Wehrbarkeit, sondern mit einer vorerst privilegierten Geselligkeit des Salzbergbaues zu tun, die bald auch unter der bäuerlichen und arbeitenden Bevölkerung Verbreitung fand, und zwar in Schützengesellschaften wie jener der Augstbachler (seit 1909).
Die Schützen feiern das Ende der zu Allerheiligen beginnenden Schießsaison am Faschingssonntag in ihrem Schützenheim am Augstbach, wo auch die Schießstätte untergebracht ist. Bis zum letzten Moment wird geschossen - mit Luftdruckgewehren und nicht, wie einst, mit Kapselgewehren -, um den Rang in der Preisverleihung zu verbessern. Das Schützenkomitee ermittelt die Sieger. Alle Mitglieder erhalten einen Preis, der letzte einen Sauschädel. Die Musik spielt in der Stube und die Mitglieder singen und paschen. Angeführt vom "Zieler" (mit Kostüm und Scheibe am Rücken) und mit Musik - die Schwegelpfeifen nun von einer Trommel begleitet - marschieren die Schützen mit ihren Fahnen in den Ort und in einer bestimmten Abfolge durch die Gaststätten.
Der Film vereint sehr wirkungsvoll eine strenge ethnografische Bildregie mit relativ viel erklärendem Kommentar, der als Voice-Over den Originalton jedoch nie unterbricht oder narrativ überbietet. Bild und Originalton sind ganz der zeitlich-räumlichen Kontinuität in einem eng gefassten situativen Rahmen verpflichtet - hier einem festlichen Ritual in der Vielfalt seiner Abschnitte und sozialen wie materiellen Konstituenten -, worauf sowohl die wissenschaftliche wie auch die filmästhetische Qualität gründet. Der Kommentar im Voice-Over erschließt einen relativ weiten historisch-thematischen Kontext, der jedoch spürbar am mikrosoziologischen Rahmen und der Aussagekraft des Originalmaterials ausgerichtet und diesem untergeordnet bleibt.
Die Schützen feiern das Ende der zu Allerheiligen beginnenden Schießsaison am Faschingssonntag in ihrem Schützenheim am Augstbach, wo auch die Schießstätte untergebracht ist. Bis zum letzten Moment wird geschossen - mit Luftdruckgewehren und nicht, wie einst, mit Kapselgewehren -, um den Rang in der Preisverleihung zu verbessern. Das Schützenkomitee ermittelt die Sieger. Alle Mitglieder erhalten einen Preis, der letzte einen Sauschädel. Die Musik spielt in der Stube und die Mitglieder singen und paschen. Angeführt vom "Zieler" (mit Kostüm und Scheibe am Rücken) und mit Musik - die Schwegelpfeifen nun von einer Trommel begleitet - marschieren die Schützen mit ihren Fahnen in den Ort und in einer bestimmten Abfolge durch die Gaststätten.
Der Film vereint sehr wirkungsvoll eine strenge ethnografische Bildregie mit relativ viel erklärendem Kommentar, der als Voice-Over den Originalton jedoch nie unterbricht oder narrativ überbietet. Bild und Originalton sind ganz der zeitlich-räumlichen Kontinuität in einem eng gefassten situativen Rahmen verpflichtet - hier einem festlichen Ritual in der Vielfalt seiner Abschnitte und sozialen wie materiellen Konstituenten -, worauf sowohl die wissenschaftliche wie auch die filmästhetische Qualität gründet. Der Kommentar im Voice-Over erschließt einen relativ weiten historisch-thematischen Kontext, der jedoch spürbar am mikrosoziologischen Rahmen und der Aussagekraft des Originalmaterials ausgerichtet und diesem untergeordnet bleibt.