Kreuz und Quer [2018.01.30]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kreuz und quer
Katalogzettel
| Titel | Kreuz und Quer [2018.01.30] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Krenn, Barbara [Redaktion]
Rathner, Christian [Gestaltung] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.01.30 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Religion ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-08455 |
| Gesamtwerk/Reihe | Kreuz und quer |
Information
Inhalt
Ahimsa - Gandhis Kampf ohne Waffen
Mohandas Karamchand Gandhi, genannt "Mahatma" wurde vor 70 Jahren, am 30. Jänner 1948 von einem Hindu-Fanatiker ermordet. Gandhi gilt weltweit als Ikone des gewaltfreien Widerstands. Seine großen Wörter haben auch den Westen erobert: "Ahimsa"- Gewaltfreiheit, "Satygraha" - Kraft der Wahrheit, "Swaraj" - Selbstbestimmung. Gandhi war und blieb Hindu, setzte sich aber intensiv mit anderen Religionen auseinander. Neben der Baghavad Gita entdeckte er die Bergpredigt als spirituelle Grundlage für sein politisches Handeln. Sein Verständnis von Gewaltverzicht und Feindesliebe hat daher auch Christen wie zum Beispiel die amerikanische Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King stark beeinflusst.
Mohandas Karamchand Gandhi, genannt "Mahatma" wurde vor 70 Jahren, am 30. Jänner 1948 von einem Hindu-Fanatiker ermordet. Gandhi gilt weltweit als Ikone des gewaltfreien Widerstands. Seine großen Wörter haben auch den Westen erobert: "Ahimsa"- Gewaltfreiheit, "Satygraha" - Kraft der Wahrheit, "Swaraj" - Selbstbestimmung. Gandhi war und blieb Hindu, setzte sich aber intensiv mit anderen Religionen auseinander. Neben der Baghavad Gita entdeckte er die Bergpredigt als spirituelle Grundlage für sein politisches Handeln. Sein Verständnis von Gewaltverzicht und Feindesliebe hat daher auch Christen wie zum Beispiel die amerikanische Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King stark beeinflusst.
Im Angesicht des Todes
Es grenzt an ein Wunder, dass der syrische Pater Jacques Mourad noch lebt: im Mai 2015 von Dschihadisten aus dem syrischen Kloster Mar Elian verschleppt, verbrachte Pater Jacques Mourad 84 Tage in einem Verlies in der IS Hochburg Rakka. Ständigen Todesdrohungen und Scheinexekutionen ausgesetzt, sollte er nicht freiwillig zum Islam konvertieren, überlebte er diese Folter gerade durch seine Hinwendung zum Gebet. Ausgerechnet sein Engagement für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen war es, das ihn zur Zielscheibe der militanten Islamisten machte. Denn sein Kloster Mar Elian in Karjatain galt nicht nur als Zentrum christlich-islamischen Dialoges, sondern war zuletzt auch Zufluchtsstätte für Flüchtlinge. Dass ihn seine Peiniger dennoch nicht töteten, verdankt er Muslimen, die ihm zur Flucht aus seiner IS Gefangenschaft verhalfen. Zurück nach Syrien kann Pater Jacques jedoch nicht - nicht etwa vorrangig wegen des Krieges und seiner körperlichen Beschwerden, vielmehr droht ihm aufgrund seines Engagements erneut eine potentiell tödliche Gefahr von verschiedenen Konfliktparteien.
Es grenzt an ein Wunder, dass der syrische Pater Jacques Mourad noch lebt: im Mai 2015 von Dschihadisten aus dem syrischen Kloster Mar Elian verschleppt, verbrachte Pater Jacques Mourad 84 Tage in einem Verlies in der IS Hochburg Rakka. Ständigen Todesdrohungen und Scheinexekutionen ausgesetzt, sollte er nicht freiwillig zum Islam konvertieren, überlebte er diese Folter gerade durch seine Hinwendung zum Gebet. Ausgerechnet sein Engagement für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen war es, das ihn zur Zielscheibe der militanten Islamisten machte. Denn sein Kloster Mar Elian in Karjatain galt nicht nur als Zentrum christlich-islamischen Dialoges, sondern war zuletzt auch Zufluchtsstätte für Flüchtlinge. Dass ihn seine Peiniger dennoch nicht töteten, verdankt er Muslimen, die ihm zur Flucht aus seiner IS Gefangenschaft verhalfen. Zurück nach Syrien kann Pater Jacques jedoch nicht - nicht etwa vorrangig wegen des Krieges und seiner körperlichen Beschwerden, vielmehr droht ihm aufgrund seines Engagements erneut eine potentiell tödliche Gefahr von verschiedenen Konfliktparteien.