Kreuz und Quer [2018.05.22]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kreuz und quer
Katalogzettel
| Titel | Kreuz und Quer [2018.05.22] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Krenn, Barbara [Redaktion]
Guggenberger, Christoph [Redaktion] [GND ] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.05.22 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Religion ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-09206 |
| Gesamtwerk/Reihe | Kreuz und quer |
Information
Inhalt
Der Polizist, dein Freund und Vater
Wie bildet man Vertrauen bei einem Kind, das nachts vom Lärm eines Streits erwacht, in die Küche tappt und seine Mutter tot am Boden liegen sieht? Kriminalhauptmeister Carlos Benede hatte zweimal mit Buben zu tun, deren Mütter ermordet worden waren - von den Vätern der Kinder. Zwei Mal fasste er sich ein Herz und adoptierte sie. Er, der selbst ohne Eltern aufgewachsen ist, unter der Obhut von Ordensfrauen. Sie haben ihm Geborgenheit vermittelt - und jenen Glauben, aus dem er sein Grundvertrauen schöpft, das ihn bis heute trägt.
Wie bildet man Vertrauen bei einem Kind, das nachts vom Lärm eines Streits erwacht, in die Küche tappt und seine Mutter tot am Boden liegen sieht? Kriminalhauptmeister Carlos Benede hatte zweimal mit Buben zu tun, deren Mütter ermordet worden waren - von den Vätern der Kinder. Zwei Mal fasste er sich ein Herz und adoptierte sie. Er, der selbst ohne Eltern aufgewachsen ist, unter der Obhut von Ordensfrauen. Sie haben ihm Geborgenheit vermittelt - und jenen Glauben, aus dem er sein Grundvertrauen schöpft, das ihn bis heute trägt.
Tag der Pflicht
Die Aula ist voll mit plaudernden iranischen Schulmädchen, die violette Gewänder und weiße Hidschabs tragen. Ein Imam erklärt ihnen, dass sie im Alter von neun Jahren das "Alter der Pflicht" erreicht haben. Dies, so sagt er, sei die Zeit, in der die Pubertät beginnt - und diese sei verbunden mit religiösen Regeln. Ihre sorglosen Tage seien nun vorbei, und von nun an werde sie zudem der Engel an ihrer rechten Schulter und der Teufel an ihrer linken beobachten, um das Gute wie das Schlechte zu wägen. Der Imam fordert die Mädchen auf, pflichtbewusst und monoton zu wiederholen, wann sie den Hidschab zu tragen hätten und wann nicht. Unter lautem Jubel wird ein Stück einer Torte in Kaaba-Form abgeschnitten. - Die Szenen dieser Feier wurden 2005 aufgenommen. Acht Jahre später trifft Filmemacherin Firouzeh Khosrovani zwei der Kinder, die sie damals gefilmt hatte: die Cousinen Melika und Maryam, die auch beste Freundinnen waren. Wie ist es ihnen seither ergangen? Im intimen Rahmen ihres Milieus sprechen die beiden Frauen über ihre Vergangenheit und ihre aktuelle Situation - und wie sie ihre Zukunft sehen. Maryam trägt ihren Hidschab mit voller Überzeugung und teilt auch ihre existentiellen Zweifel im Gebet mit Gott. Melika hingegen träumt von ihrer Karriere als Schauspielerin, lackiert ihre Fingernägel und postet "Selfies" auf Instagram.
Die Aula ist voll mit plaudernden iranischen Schulmädchen, die violette Gewänder und weiße Hidschabs tragen. Ein Imam erklärt ihnen, dass sie im Alter von neun Jahren das "Alter der Pflicht" erreicht haben. Dies, so sagt er, sei die Zeit, in der die Pubertät beginnt - und diese sei verbunden mit religiösen Regeln. Ihre sorglosen Tage seien nun vorbei, und von nun an werde sie zudem der Engel an ihrer rechten Schulter und der Teufel an ihrer linken beobachten, um das Gute wie das Schlechte zu wägen. Der Imam fordert die Mädchen auf, pflichtbewusst und monoton zu wiederholen, wann sie den Hidschab zu tragen hätten und wann nicht. Unter lautem Jubel wird ein Stück einer Torte in Kaaba-Form abgeschnitten. - Die Szenen dieser Feier wurden 2005 aufgenommen. Acht Jahre später trifft Filmemacherin Firouzeh Khosrovani zwei der Kinder, die sie damals gefilmt hatte: die Cousinen Melika und Maryam, die auch beste Freundinnen waren. Wie ist es ihnen seither ergangen? Im intimen Rahmen ihres Milieus sprechen die beiden Frauen über ihre Vergangenheit und ihre aktuelle Situation - und wie sie ihre Zukunft sehen. Maryam trägt ihren Hidschab mit voller Überzeugung und teilt auch ihre existentiellen Zweifel im Gebet mit Gott. Melika hingegen träumt von ihrer Karriere als Schauspielerin, lackiert ihre Fingernägel und postet "Selfies" auf Instagram.