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Ein seltsamer Kampf um die Stadt Samarkand

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Katalogzettel

Titel Ein seltsamer Kampf um die Stadt Samarkand
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Mueller, Harald
Döpke, Oswald [Regie] [GND ]
Quadflieg, Will [Sprecher/in] [GND ]
Reichmann, Wolfgang [Sprecher/in] [GND ]
WDR [Produzent]
Datum 1970.06.15 [Erst-Sendedatum]
1970 [Produktionsdatum]
Schlagworte Literatur ; Hörspiel ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung]
Signatur 9-24092

Information

Inhalt

Teil der Sammlung Franz Hiesel
Quadflieg, Will (Jatagan, Khan der Mongolen) ; Reichmann, Wolfgang (Oman, Padischah von Samarkand)
Das Hörspiel vom seltsamen Kampf um Samarkand ist eine Parabel über die Unsinnigkeit der Kriege, die doch an künstlichen, durch propagandistisches Heißreden geschaffenen Fronten stattfinden. Die reiche und in kultureller Blüte stehende Stadt Samarkand wird von den "Barbaren" der Steppe belagert, denn unerträglich ist der Tribut, den Oman, Padischah der Stadt, den mongolischen Stämmen abverlangt. In der Nacht vor der entscheidenden Schlacht trifft Jatagan, der Mongolenfürst, vor der Stadtmauer auf Oman. Durch Rede und Gegenrede in der blumenreichen Sprache der Orientalen steigert sich ihr Hass aufeinander ins Maßlose. Deshalb, und um ein größeres Blutbad zu vermeiden, kommen sie überein, den Kampf um die Stadt in Form eines Zweikampfes unter sich auszutragen. Da sie sich jedoch nicht über die Art der Waffen einig werden können, suchen sie einen heiligen Mann auf, um ihm die Entscheidung darüber zu überlassen. Er fordert sie auf, ihren Kampf nicht mit Messer und Krummsäbel, sondern mit Worten zu führen. Die spezielle Art und Weise dieses Wortkampfes macht es ihnen nun allerdings unmöglich, einander weiterhin zu hassen. * "Samarkand" war das erste Hörspiel von Harald Mueller, Träger des Gerhart-Hauptmann-Förderpreises 1969. Der Autor wurde 1934inMemel geboren und wuchs nach der Flucht in Lütjenburg/Ostholstein auf. Er war u. a. Bergmann, Hafenarbeiter, Hotelboy, Dolmetscher und Messevertreter. Mueller besuchte 1957/60 eine Münchener Schauspielschule und begann nach einem längeren Amerikaaufenthalt zu schreiben. Dramen: "Großer Wolf" (1968), "Halbdeutsch" (1969); Shaw-Übersetzungen: "Pygmalion", "Es hat nicht sollen sein", "Ländliche Werbung" (alle 1969). Harald Mueller ist Stipendiat des vom Suhrkamp Verlag vergebenen Förderstipendiums für junge Dramatiker. Seine beiden Dramen werden 1970 in den Münchener Kammerspielen uraufgeführt. Mueller lebt in Göppingen und München.

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