Anton Kuh über die Gründung der Republik Deutsch-Österreich – im Prager Tagblatt am 2. November 1918 und am 28. Oktober 1928
Katalogzettel
| Titel | Anton Kuh über die Gründung der Republik Deutsch-Österreich – im Prager Tagblatt am 2. November 1918 und am 28. Oktober 1928 |
| Spieldauer | 00:04:16 |
| Mitwirkende |
Bronner, Gerhard [Interpret/in]
[GND
]
Wehle, Peter [Interpret/in] [GND ] Sobotka, Kurt [Interpret/in] [GND ] Krainer, Lore [Interpret/in] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Produzent] |
| Datum |
1978.11.12 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Humor ; Gesellschaft ; Politik Österreich ; Kabarett ; Radiosendung-Sendematerial |
| Örtliche Einordnung |
Österreich
|
|
20. Jahrhundert - 10er Jahre
|
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| Typ | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e07-01751_k02 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Tondokument mit Untertitel
Aufführung und Aufnahme des Textes von Anton Kuh verdanken wir der Kabarett-Radiosendung „Der Guglhupf“, die am 12. November 1978 den 60. Jahrestag der Gründung der Republik Deutsch-Österreich feierte – wobei dieser Jahrestag auch im „Guglhupf“ vom Ausgang der Volksabstimmung über das Atomkraftwerk Zwentendorf überschattet wurde.
Anton Kuh publizierte eine Reihe von Varianten seines Textes zu den Gründungsereignissen der Republik Deutsch-Österreich; das erste Mal im Prager Tagblatt am 2. November 1918, also nur fünf Tage nach der Ausrufung der Tschechoslowakei und zehn Tage vor der Ausrufung der Republik Deutsch-Österreich, unter dem Titel „Hoch die Palatschinken“ – und zehn Jahre später zum runden Jubiläum der Tschechoslowakei. In der ansonsten weitgehend texttreuen Bearbeitung des „Guglhupf“ wird der soldatische Spottgesang „Was wird aus die nobligen Herren?“ (nach der Melodie des Wiener Volksliedes „Mein Vater hat g'sagt, du wirst a Soldat ...“) in einer Vielzahl von Strophen dargeboten: im Chor von Lore Krainer, Gerhard Bronner, Kurt Sobotka und (vermutlich) Peter Wehle. Dasselbe Spottlied und dessen in den betrunkenen Straßengesängen immer weiter fortgesponnenen Strophen spielen auch in der literarisch-autobiografischen Erinnerung Mànes Sperbers an diese letzten und ersten Tage eine gewichtige Rolle.
Anton Kuhs Text ist historisch präzise in der Wiedergabe der politischen Hauptereignisse dieser Tage, wobei die Szenen jeweils eine satirische Rahmung durch das sie umgebende Verhalten von unterschiedlichen „Volkstypen“ erhalten. Und Satire bedeutet in diesem Fall vor allem weitestgehende Gleichgültigkeit gegenüber dem eigentlich Politischen oder eine ins Absurde reichende, gleichwohl in der Unbestimmbarkeit der Ereignisse wohlbegründete politische Desorientiertheit.
Aufführung und Aufnahme des Textes von Anton Kuh verdanken wir der Kabarett-Radiosendung „Der Guglhupf“, die am 12. November 1978 den 60. Jahrestag der Gründung der Republik Deutsch-Österreich feierte – wobei dieser Jahrestag auch im „Guglhupf“ vom Ausgang der Volksabstimmung über das Atomkraftwerk Zwentendorf überschattet wurde.
Anton Kuh publizierte eine Reihe von Varianten seines Textes zu den Gründungsereignissen der Republik Deutsch-Österreich; das erste Mal im Prager Tagblatt am 2. November 1918, also nur fünf Tage nach der Ausrufung der Tschechoslowakei und zehn Tage vor der Ausrufung der Republik Deutsch-Österreich, unter dem Titel „Hoch die Palatschinken“ – und zehn Jahre später zum runden Jubiläum der Tschechoslowakei. In der ansonsten weitgehend texttreuen Bearbeitung des „Guglhupf“ wird der soldatische Spottgesang „Was wird aus die nobligen Herren?“ (nach der Melodie des Wiener Volksliedes „Mein Vater hat g'sagt, du wirst a Soldat ...“) in einer Vielzahl von Strophen dargeboten: im Chor von Lore Krainer, Gerhard Bronner, Kurt Sobotka und (vermutlich) Peter Wehle. Dasselbe Spottlied und dessen in den betrunkenen Straßengesängen immer weiter fortgesponnenen Strophen spielen auch in der literarisch-autobiografischen Erinnerung Mànes Sperbers an diese letzten und ersten Tage eine gewichtige Rolle.
Anton Kuhs Text ist historisch präzise in der Wiedergabe der politischen Hauptereignisse dieser Tage, wobei die Szenen jeweils eine satirische Rahmung durch das sie umgebende Verhalten von unterschiedlichen „Volkstypen“ erhalten. Und Satire bedeutet in diesem Fall vor allem weitestgehende Gleichgültigkeit gegenüber dem eigentlich Politischen oder eine ins Absurde reichende, gleichwohl in der Unbestimmbarkeit der Ereignisse wohlbegründete politische Desorientiertheit.
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Art der Aufnahme
Verortung in der digitalen Sammlung
Schlagworte
Humor , Gesellschaft , Politik Österreich , Kabarett , Radiosendung-SendematerialTeil der Sammlung
Sammlung ORFDas Medium in Onlineausstellungen
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