Das Volkswehrkonzept setzt sich durch. Die Erinnerung von Karl Bornemann
Katalogzettel
| Titel | Das Volkswehrkonzept setzt sich durch. Die Erinnerung von Karl Bornemann |
| Spieldauer | 00:31:58 |
| Mitwirkende |
Kos, Wolfgang
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.11.14 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Politik Österreich ; Militär ; Erste Republik ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Parteien - historisch / SDAP ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
|
20. Jahrhundert - 10er Jahre
|
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| Typ | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e07-01775_k02 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Tondokument mit Untertitel
Die Erinnerung von Karl Bornemann (1885-1979) an die Anfänge der Volkswehr sind interessant, da deren Geschichte üblicherweise ab deren Aufstellung durch Julius Deutsch erzählt wird, nicht aber jene kurze Vorgeschichte, die Bornemann in diesem Interview darstellt. Darin sind sich die Sozialdemokraten nicht einig über das Konzept der Volkswehr, welche gegenüber der Heeresorganisation der Monarchie völlig neu aufgestellt werden sollte und in der Soldatenräte eine wesentliche Rolle spielten. Vielmehr berichtet Bornemann, dass er noch am 15. November von Karl Renner durch Staatssekretär Josef Mayer den Auftrag erhalten habe, den Aufenthalt der alten Ersatzkörper zu ermitteln, um auf Grundlage der alten Kader ein unparteiisches Heer aufzustellen. Doch wurde dieser Plan – entgegen Renners Intention – bald zugunsten des Volkswehrkonzeptes aufgegeben, nach Bornemann aus zwei Gründen: um hier einen Teil der massenhaft Arbeitslosen unterzubringen; und um den Druck der „roten“ Soldatenräte abzufangen. Die Kanalisierung des revolutionär gesinnten linken Spektrums in die Sozialdemokratie gelang tatsächlich im militärischen Bereich unter der Leitung der Volkswehr durch Julius Deutsch. Die kommunistischen Putschversuche wurden abgewehrt und damit eine Räterepublik ähnlich der bayrischen und der ungarischen, woher die österreichischen Revolutionäre Unterstützung bekamen, verhindert.
Die Erinnerung von Karl Bornemann (1885-1979) an die Anfänge der Volkswehr sind interessant, da deren Geschichte üblicherweise ab deren Aufstellung durch Julius Deutsch erzählt wird, nicht aber jene kurze Vorgeschichte, die Bornemann in diesem Interview darstellt. Darin sind sich die Sozialdemokraten nicht einig über das Konzept der Volkswehr, welche gegenüber der Heeresorganisation der Monarchie völlig neu aufgestellt werden sollte und in der Soldatenräte eine wesentliche Rolle spielten. Vielmehr berichtet Bornemann, dass er noch am 15. November von Karl Renner durch Staatssekretär Josef Mayer den Auftrag erhalten habe, den Aufenthalt der alten Ersatzkörper zu ermitteln, um auf Grundlage der alten Kader ein unparteiisches Heer aufzustellen. Doch wurde dieser Plan – entgegen Renners Intention – bald zugunsten des Volkswehrkonzeptes aufgegeben, nach Bornemann aus zwei Gründen: um hier einen Teil der massenhaft Arbeitslosen unterzubringen; und um den Druck der „roten“ Soldatenräte abzufangen. Die Kanalisierung des revolutionär gesinnten linken Spektrums in die Sozialdemokratie gelang tatsächlich im militärischen Bereich unter der Leitung der Volkswehr durch Julius Deutsch. Die kommunistischen Putschversuche wurden abgewehrt und damit eine Räterepublik ähnlich der bayrischen und der ungarischen, woher die österreichischen Revolutionäre Unterstützung bekamen, verhindert.
Sammlungsgeschichte
Verortung in der digitalen Sammlung
Schlagworte
Politik Österreich , Militär , Erste Republik , Sozialismus und Sozialdemokratie , Parteien - historisch / SDAP , Publizierte und vervielfältigte AufnahmeTeil der Sammlung
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