Jan Antonín Baťa über Wasserwege (1934): wirtschaftliche Infrastrukturen des tschechoslowakischen Staates und der unternehmerische Eigennutz in der Politik
Katalogzettel
| Titel | Jan Antonín Baťa über Wasserwege (1934): wirtschaftliche Infrastrukturen des tschechoslowakischen Staates und der unternehmerische Eigennutz in der Politik |
| Titelzusatz |
AF00121/9 |
| Spieldauer | 00:05:35 |
| Mitwirkende |
Baťa, Jan Antonín [Redner/in]
[GND
]
|
| Datum |
1934 [Aufnahmedatum] |
| Schlagworte | Wirtschaft ; Wirtschaftspolitik ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Tschechien
|
|
20. Jahrhundert - 30er Jahre
|
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| Typ | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Sprache |
Tschechisch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: Český Rozhlas |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e07-01781_k02 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Tondokument mit Untertitel
Im eigenen Interesse wollte Jan Antonín Baťa die Infrastruktur des Landes verbessern und trat daher für den Ausbau der Wassertransportwege ein. In seiner Ansprache verbindet er die Existenz der tschechoslowakischen Republik mit der Modernisierung des Landes. Tomaš Bat´a war einer der schillerndsten Unternehmer der Monarchie und der Zwischenkriegszeit und gilt als Firmenpatriarch wie Krupp in Deutschland. Damit war seine Arbeiterschaft zwar sozial abgesicherter als andere jener Zeit, die Arbeiter/innen durften sich aber weder gewerkschaftlich noch politisch organisieren. Er baute von Zlín aus den größten Schuhkonzern der Welt auf, der international tätig war. Modellfabrikstädte wurden so auch in Südamerika, Indien, Asien und in anderen europäischen Ländern aufgebaut.
Baťa unterstellt den Bürger/innen, an die er sich wendet, ein allgemeines Desinteresse und eine egoistische Kurzsichtigkeit gegenüber staatlicher Planung. Der Paternalismus des modernistischen Unternehmers des frühen 20. Jahrhunderts verbindet sich hier mit einer populistischen Rhetorik, die die Wirtschaftstreibenden als ‚Köpfe der Politik‘ gegenüber einer verstandesmäßig unterlegenen Arbeitnehmerschaft ansieht und diese über ihre ‚eigentlichen‘ Interessen belehrt.
Im eigenen Interesse wollte Jan Antonín Baťa die Infrastruktur des Landes verbessern und trat daher für den Ausbau der Wassertransportwege ein. In seiner Ansprache verbindet er die Existenz der tschechoslowakischen Republik mit der Modernisierung des Landes. Tomaš Bat´a war einer der schillerndsten Unternehmer der Monarchie und der Zwischenkriegszeit und gilt als Firmenpatriarch wie Krupp in Deutschland. Damit war seine Arbeiterschaft zwar sozial abgesicherter als andere jener Zeit, die Arbeiter/innen durften sich aber weder gewerkschaftlich noch politisch organisieren. Er baute von Zlín aus den größten Schuhkonzern der Welt auf, der international tätig war. Modellfabrikstädte wurden so auch in Südamerika, Indien, Asien und in anderen europäischen Ländern aufgebaut.
Baťa unterstellt den Bürger/innen, an die er sich wendet, ein allgemeines Desinteresse und eine egoistische Kurzsichtigkeit gegenüber staatlicher Planung. Der Paternalismus des modernistischen Unternehmers des frühen 20. Jahrhunderts verbindet sich hier mit einer populistischen Rhetorik, die die Wirtschaftstreibenden als ‚Köpfe der Politik‘ gegenüber einer verstandesmäßig unterlegenen Arbeitnehmerschaft ansieht und diese über ihre ‚eigentlichen‘ Interessen belehrt.
Sammlungsgeschichte
Verortung in der digitalen Sammlung
Schlagworte
Wirtschaft , Wirtschaftspolitik , Publizierte und vervielfältigte AufnahmeTeil der Sammlung
Archivbestand Österreichische Mediathek ohne weitere SammlungszuordnungDas Medium in Onlineausstellungen
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