Pragmatischer Aktivismus im mehrsprachigen Gespräch: Wenzel Jaksch, Jan Kapras und Jan Blahoslav Kozák (1936)
Katalogzettel
| Titel | Pragmatischer Aktivismus im mehrsprachigen Gespräch: Wenzel Jaksch, Jan Kapras und Jan Blahoslav Kozák (1936) |
| Titelzusatz |
AF00244 |
| Spieldauer | 00:22:31 |
| Mitwirkende |
Jaksch, Wenzel [Diskutant/in]
[GND
]
Kapras, Jan [Diskutant/in] [GND ] Kozák, Jan Blahoslav [Diskutant/in] [GND ] |
| Datum |
1936.06.04 [Aufnahmedatum] |
| Schlagworte | Politik ; Nationalismus ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Tschechien
|
|
20. Jahrhundert - 30er Jahre
|
|
| Typ | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Sprache |
Tschechisch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: Český Rozhlas |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e07-01800_k02 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Tondokument mit Untertitel
Wenzel Jaksch spricht 1936 als stellvertretender Parteivorsitzender der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei der Tschechoslowakei (DSAP) in einem mehrsprachigen Radiogespräch mit den tschechischen Kollegen Jan Kapras (von den Tschechoslowakischen Nationaldemokraten) und Jan Blahoslav Kozák (von den Tschechischen National-Sozialisten, einer demokratisch-sozialistischen Volkspartei, der auch Edvard Beneš angehörte). Alle drei Beteiligten verstehen vollständig beide Sprachen, sprechen aber immer in der eigenen Sprache. Die Themen des Zusammenlebens werden in ihrer politischen Dimension jedoch pragmatisch und entspannt diskutiert – ohne fortwährend den idealisierenden und abstrakten Jargon der „Nationen“ zu bemühen, der alle anderen Tonaufnahmen deutschsprachig-tschechoslowakischer Politiker dieser Jahre in weit höherem Maß bestimmt, insbesondere auch jene von Jaksch selbst, der in Opposition zum Parteivorsitzenden Ludwig Czech den deutschnationalen Flügel der SDAP anführte.
Die Gesprächspartner machen immer wieder die Republik in ihrer gesamten Dauer seit ihrer Gründung zum Thema. Man spürt in dem Gespräch deutlich, als wie jung dieser Staat 1936 noch wahrgenommen wird; wie seine Elemente und Charakteristika bei aller Konsolidierung und Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch in Verbindung mit dem Beginn und der ursprünglichen Konzeption des Staates stehen.
Was die Rollen im Gespräch betrifft, ist Kozák vor allem Diskussionsleiter, aber auch Kapras fragt und kommentiert vor allem, während Jaksch als Antwortender das Gespräch dominiert.
Wenzel Jaksch spricht 1936 als stellvertretender Parteivorsitzender der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei der Tschechoslowakei (DSAP) in einem mehrsprachigen Radiogespräch mit den tschechischen Kollegen Jan Kapras (von den Tschechoslowakischen Nationaldemokraten) und Jan Blahoslav Kozák (von den Tschechischen National-Sozialisten, einer demokratisch-sozialistischen Volkspartei, der auch Edvard Beneš angehörte). Alle drei Beteiligten verstehen vollständig beide Sprachen, sprechen aber immer in der eigenen Sprache. Die Themen des Zusammenlebens werden in ihrer politischen Dimension jedoch pragmatisch und entspannt diskutiert – ohne fortwährend den idealisierenden und abstrakten Jargon der „Nationen“ zu bemühen, der alle anderen Tonaufnahmen deutschsprachig-tschechoslowakischer Politiker dieser Jahre in weit höherem Maß bestimmt, insbesondere auch jene von Jaksch selbst, der in Opposition zum Parteivorsitzenden Ludwig Czech den deutschnationalen Flügel der SDAP anführte.
Die Gesprächspartner machen immer wieder die Republik in ihrer gesamten Dauer seit ihrer Gründung zum Thema. Man spürt in dem Gespräch deutlich, als wie jung dieser Staat 1936 noch wahrgenommen wird; wie seine Elemente und Charakteristika bei aller Konsolidierung und Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch in Verbindung mit dem Beginn und der ursprünglichen Konzeption des Staates stehen.
Was die Rollen im Gespräch betrifft, ist Kozák vor allem Diskussionsleiter, aber auch Kapras fragt und kommentiert vor allem, während Jaksch als Antwortender das Gespräch dominiert.