Edvard Beneš am 27. Oktober 1947, am Vorabend des Republiksfeiertages, über nationale Gesinnung
Katalogzettel
| Titel | Edvard Beneš am 27. Oktober 1947, am Vorabend des Republiksfeiertages, über nationale Gesinnung |
| Titelzusatz |
AF00290/2 |
| Spieldauer | 00:05:03 |
| Mitwirkende |
Beneš, Edvard [Verfasser/in und Vortragende/r]
[GND
]
|
| Datum |
1947.10.27 [Aufnahmedatum] |
| Schlagworte | Politik ; Nationalismus ; Jubiläum ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Tschechien
|
|
20. Jahrhundert - 40er Jahre
|
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| Typ | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Sprache |
Tschechisch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: Český Rozhlas |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e07-01783_k02 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Tondokument mit Untertitel
Bei der Rede am Vortag des 29. Staatsfeiertages nahm Präsident Edvard Beneš die Tradition von Tomáš Garrigue Masaryk auf und sprach zu einem jungen Publikum, vermutlich zu Studenten. Als Ideal des Staates beschreibt er eine Republik ohne Standeshierarchien und sieht sie in der Jugend der Ersten Republik verkörpert, wie er überhaupt alles Gute und Wünschenswerte in diesem Rückgriff benennt – hervorgehoben durch das Gegenteil, das Zerstörungswerk der Nationalsozialisten, das sich insbesondere auch gegen Bildung und historisches Wissen gewandt hatte. Durch dieses Gegenteil rücken alle Aspekte der Republik und des Staates unter die Perspektive der Nation – der tschechoslowakischen, ist zu ergänzen. An sie allein bindet der Redner alle republikanischen Tugenden.
Dabei erwähnt er kaum die zweieinhalb Jahre der wiedergegründeten Tschechoslowakei außer in der Wendung von einer „neuen Gesellschaft, einem neuen Menschen“ auf Grundlage „einer volksdemokratischen und demokratisch-wirtschaftlichen Sozialisierung“, die aber nicht weiter erklärt wird. Er erwähnt auch nicht, dass erst in diesen zweieinhalb Jahren der Staat durch die Vertreibung von knapp drei Millionen Deutschen auf radikale Weise ethnisch ‚bereinigt‘ und zu jenem fast eindeutigen Nationalstaat wurde, die die Erste Tschechoslowakische Republik keineswegs gewesen war.
Bei der Rede am Vortag des 29. Staatsfeiertages nahm Präsident Edvard Beneš die Tradition von Tomáš Garrigue Masaryk auf und sprach zu einem jungen Publikum, vermutlich zu Studenten. Als Ideal des Staates beschreibt er eine Republik ohne Standeshierarchien und sieht sie in der Jugend der Ersten Republik verkörpert, wie er überhaupt alles Gute und Wünschenswerte in diesem Rückgriff benennt – hervorgehoben durch das Gegenteil, das Zerstörungswerk der Nationalsozialisten, das sich insbesondere auch gegen Bildung und historisches Wissen gewandt hatte. Durch dieses Gegenteil rücken alle Aspekte der Republik und des Staates unter die Perspektive der Nation – der tschechoslowakischen, ist zu ergänzen. An sie allein bindet der Redner alle republikanischen Tugenden.
Dabei erwähnt er kaum die zweieinhalb Jahre der wiedergegründeten Tschechoslowakei außer in der Wendung von einer „neuen Gesellschaft, einem neuen Menschen“ auf Grundlage „einer volksdemokratischen und demokratisch-wirtschaftlichen Sozialisierung“, die aber nicht weiter erklärt wird. Er erwähnt auch nicht, dass erst in diesen zweieinhalb Jahren der Staat durch die Vertreibung von knapp drei Millionen Deutschen auf radikale Weise ethnisch ‚bereinigt‘ und zu jenem fast eindeutigen Nationalstaat wurde, die die Erste Tschechoslowakische Republik keineswegs gewesen war.
Sammlungsgeschichte
Verortung in der digitalen Sammlung
Schlagworte
Politik , Nationalismus , Jubiläum , Publizierte und vervielfältigte AufnahmeTeil der Sammlung
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