1987 - Der Fall Waldheim
Katalogzettel
| Titel | 1987 - Der Fall Waldheim |
| Titelzusatz |
Oral History Interview mit Peter Schauer. Projekt „Menschenleben“ [Ausschnitt] |
| Spieldauer | 00:02:02 |
| Mitwirkende |
Schauer, Peter [Interviewte/r]
Fuchs, Ulrike [Interviewer/in] Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2010.02.28 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
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| Schlagworte | Politik Österreich ; Gesellschaft ; Interview ; Parteien - historisch / NSDAP ; Justizpolitik ; Außenpolitik ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre |
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| Typ | audio |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e13-00359_b04_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Als sich der ehemalige UN-Generalsekretär Kurt Waldheim 1986 im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf als Kandidat der ÖVP bewarb, kamen Teile seiner Vergangenheit ans Licht, die er bis dahin in seiner Biografie, in offiziellen Lebensläufen und Fragebögen verschwiegen hatte: Er war Mitglied der Reiter-SA gewesen und hatte unter anderem in einer Heeresgruppe gedient, deren Kommandant Alexander Löhr 1947 als Kriegsverbrecher hingerichtet worden war. Kurt Waldheim wurde trotz der internationalen Debatte, die der österreichische Wahlkampf auslöste, mit knapper Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Seine Präsidentschaft war jedoch geprägt von außenpolitischer Isolierung und der Entscheidung der USA im Jahr 1987: Waldheim wurde auf die Watchlist für mutmaßliche Kriegsverbrecher gesetzt, ihm wurde die Einreise in die USA verboten. Die Waldheim-Affäre löste ihn Österreich emotionale Debatten aus, Empörung auf der einen Seite und die Infragestellung des bisherigen Umgangs mit der eigenen NS-Vergangenheit auf der anderen. Die scheinbar alles legitimierende Aussage, man habe im Krieg nur seine Pflicht getan, hatte seine allgemeine Gültigkeit verloren.