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Umbau der Kassen: Leiden die Patienten?

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Talk im Hangar-7

Katalogzettel

Titel Umbau der Kassen: Leiden die Patienten?
Urheber/innen und Mitwirkende Fleischhacker, Michael [Moderation] [GND ]
Povysil, Brigitte [Diskutant/in]
Pichlbauer, Ernest [Diskutant/in]
Mang, Anita [Diskutant/in]
Huss, Andreas [Diskutant/in]
Tögel, Andreas [Diskutant/in]
Servus TV [Sendeanstalt]
Datum 2018.05.25 [Sendedatum]
Schlagworte Medizin ; Diskussion ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-11292
Gesamtwerk/Reihe Talk im Hangar-7

Information

Inhalt

Die Regierung macht ernst im Gesundheitssystem: Aus 21 Versicherungsanstalten werden maximal fünf, bis 2023 sollen so rund eine Milliarde Euro eingespart werden. Kanzler Sebastian Kurz spricht vom „größten Reformprojekt in der Geschichte Österreichs“, Kritiker allerdings sehen die Patienten als Leidtragende der ambitionierten Sparziele. Drohen Einbußen bei den Leistungen? Ist die Reform doch zu mutlos und woran krankt die Versorgung?

Effizienter soll das Gesundheitssystem werden, aber auch gerechter durch eine österreichweite Angleichung von Beiträgen und Leistungen. Das verspricht Vizekanzler Heinz-Christian Strache: „Wir schaffen das Zwei-Klassen-System zum Vorteil der Patienten ab, denn die Krankenkassen sind die teuersten Therapieverweigerer“. Statt der im System versickernden Millionen sollen sie dort investiert werden, wo das System kurz vor dem Infarkt steht. Zum Beispiel auf dem Land, wo der Mangel an Ärzten durch Pensionsantritte und Abwanderung in den nächsten Jahren enorm steigen wird.

Rund 200 Millionen Euro jährlich sollen bis 2023 durch die Reform eingespart werden, auch FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein möchte diese Summe in das System reinvestieren. Einige Gesundheitsökonomen bezweifeln indes, dass sich die von der Regierung erhofften Einsparungen nur durch Verwaltungsreformen realisieren lassen und warnen vor Leistungskürzungen. Besonders chronisch Kranke befürchten höhere Selbstbehalte bei Medikamenten und Therapien.

Einigen Kritikern geht diese Reform nicht weit genug. Sie halten sie für inkonsequent und einseitig auf dem Rücken von Angestellten ausgetragen, denn Beamte, Bauern oder auch Selbstständige sollen nicht in die neue Österreichische Gesundheitskasse (ÖKG) eingegliedert werden. Handelt es sich um „eines der größten Reformprojekte in der Geschichte Österreichs“, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet? Verbessern sich durch die Verwaltungskosten wirklich die Leistungen für die Patienten?

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