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Wie wir wurden. Was wir sind - Wir sind wer (Teil 2 von 3)

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks zeit.geschichte

Katalogzettel

Titel Wie wir wurden. Was wir sind - Wir sind wer (Teil 2 von 3)
Urheber/innen und Mitwirkende Jelinek, Gerhard [Regie] [GND ]
Mosser-Schuöcker, Birgit [Regie] [GND ]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2017.10.15 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Politik Österreich ; Geschichtswissenschaft ; Staatsvertrag ; Zweite Republik ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-11603
Gesamtwerk/Reihe zeit.geschichte

Information

Inhalt

Die dreiteilige Dokumentarreihe von Gerhard Jelinek und Birgit Mosser-Schuöcker beschäftigt sich mit der politischen Lage Österreichs und gesellschaftlichen Meilensteinen von den 1960ern bis in die 90er-Jahre.

Am 21. Dezember 1975 betreten gegen 11:45 Uhr sechs Terroristen das OPEC-Gebäude. Sie tragen mit Waffen und Sprengstoff bepackte Sporttaschen bei sich und gelangen ungehindert in den ersten Stock. Dort treffen sie auf den Polizeibeamten Anton Tichler, der mit einem Kollegen, die Konferenz der Erdölminister bewacht. Mitte der siebziger Jahr ist die österreichische Polizei nicht auf die Bekämpfung von internationalen Terroristen vorbereitet. Die Geiselnehmer, unter ihnen auch zwei Deutsche, werden von einem international gesuchten Terroristen, Ilich Ramirez Sanchez genannt Carlos, angeführt. Neben politischen Forderungen zur Unterstützung des Kampfes der Palästinenser ist die Erpressung von Lösegeld Ziel der Gewaltaktion. Der eilig einberufene Krisenstab unter der Führung von Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911-1990) gibt nach. Die Terroristen dürfen mit den als Geiseln genommenen Erdölministern mit einer AUA-Sondermaschine das Land verlassen. Innenminister Otto Rösch (1917-1995) verabschiedet den Terroristenchef persönlich. Dieser Handschlag sorgt in den österreichischen Medien für Diskussionen.

Anfang der siebziger Jahre gehen Frauen weltweit auf die Straßen: Sie kämpfen für eine Liberalisierung des Eherechts, Besserstellung in Gesellschaft und Beruf und Freigabe der Abtreibung. Die deutsche Feminismus-Ikone Alice Schwarzer hat auch großen Einfluss auf die österreichische Frauenbewegung. Erika Pluhar und Alice Schwarzer erzählen.

In den Jahren 1975 bis 1978 wird das Familienrecht unter Justizminister Christian Broda (1916-1987) umfassend reformiert. Die „partnerschaftliche Ehe“ tritt in den Vordergrund. Am 1. Jänner 1975 tritt in Österreich die sogenannte „Fristenlösung“ in Kraft. Nach dieser Regelung ist - ohne medizinische Gründe - der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate straffrei.

Ende der siebziger Jahre gibt es fünf weibliche Regierungsmitglieder.

Am 1. August 1976 stürzt zwischen 04:53 Uhr und 04:55 Uhr die Reichsbrücke ein. Friedrich Fürst erzählt, wie er es gerade noch von der einstürzenden Brücke schaffte. Am Nachmittag des Tages, der mit dem Einsturz der Reichsbrücke begonnen hatte, verunglückte Niki Lauda beim „Großen Preis von Deutschland“: Sein Ferrari 312 T2 prallte gegen eine Felswand und ging in Flammen auf. Hans Joachim Stuck erinnert sich.

„Tooor, Tooor, Tooor - i werd’ narrisch!“ Jeder Österreicher kennt heute noch den legendären Ausruf von Edi Finger (1924-1989) beim 2:3-Sieg Österreichs gegen Deutschland: ein Ereignis, um das sich im Laufe der Jahrzehnte diverse Mythen gebildet haben, die Fußballboss Beppo Mauhart kritisch beleuchtet.

wie wir wurden, was wir sind. Generation Österreich 1977-1990

Fußball-Boss Beppo Mauhart über den »Córdoba-Mythos« an den er nicht glaubt.

Hannes Androsch wird im Alter von 32 Jahren Minister im Kabinett Kreisky I und gilt jahrelang als Kronprinz des Kanzlers. Anfang der achtziger Jahre sorgen der AKH und der Noricum-Skandal für Schlagzeilen. Auch das negierte Volksbegehren gegen den Bau des Wiener Konferenzzentrums schadet dem Ansehen der Regierung. Vizekanzler Androsch sieht sich nach jahrelangem Konflikt um seine Firma Consultatio gezwungen, aus der Regierung auszuscheiden.

Bundeskanzler Bruno Kreisky hat nach zwölf Jahren die absolute Mehrheit verloren und tritt 1983 zurück.

Der Ölschock macht bewusst, dass die Verfügbarkeit von Rohstoffen nicht selbstverständlich ist. Die Regierung Kreisky beschließt, dass Österreich wenigstens in der Stromerzeugung autark sein soll. Das Atomkraftwerk Zwentendorf wird gebaut. Zwentendorf und Hainburg verändern die österreichische Gesellschaft. Jetzt ziehen „Die Grünen“ ins Parlament ein.

Die Gründerin der „Grünen“ Freda Meissner-Blau über die Besetzung der Hainburger Au und die politischen Folgen.

1987 veröffentlicht der Journalist Hans Pretterebner das Buch „Der Fall Lucona“ gegen alle Widerstände im Eigenverlag. Udo Proksch (1934-2001) flüchtet ins Ausland, kehrt 1989 freiwillig zurück und wird verhaftet. Richter Hans Christian Leiningen-Westerburg bekommt den brisantesten Fall seiner Karriere zugeteilt. Der „Fall Lucona“ weitet sich zum politischen Skandal aus.

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