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Krieg der Welten (1977)

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Am 30. Oktober 1938 sendete der amerikanische Sender CBS wie jeden Sonntagabend - live! - ein Hörspiel. Der Hausautor Howard Koch hatte die Romanvorlage "Der Krieg der Welten" von H. G. Wells von einem erzählenden Bericht in ein vielstimmiges Hörspiel verwandelt. Orson Welles, den diese Produktion schlagartig berühmt machen sollte, inszenierte den Krieg mit den Wesen vom Mars als Live-Reportage und spielte auch gleich die Hauptrolle. Niemand ahnte damals, dass eine fingierte Reportage über die Invason von Außerirdischen zum historischen Hörspielereignis werden könnte. Trotz der mehrfachen Hinweise auf den fiktionalen Charakter der Sendung riefen Tausende bei der Polizei an, Menschen verließen in Panik ihre Häuser. In exemplarischer und extremer Weise demonstrierte dieses Hörspiel, wie mit Hilfe des Radios Realität und Fiktion verwischt werden kann. Koch berichtete später: "Hunderte Wagen rasten zur Verblüffung der Polizei ohne Rücksicht auf die Verkehrsampeln durch die Straßen. Da zu diesem Zeitpunkt meine erdichteten Marsmenschen überall landeten, ist es im Rückblick schwer, Sinn und Nutzen einer Flucht einzusehen."
Eine Wiederholung des Hörspiels in den USA im Jahr 1971 führte, wie berichtet wird, erneut zu panikartgen Reaktionen vor allem der Autoradiohörer.
Die deutsche Produktion aus dem Jahr 1977 zielt weder auf ein historisches Remake ab noch auf eine Wiederholung der spektakulären Wirkung der US-Sendung. Die ausgezeichnete Montage versucht vielmehr, die möglichen medialen Ursachen dieser Wirkung zu verdeutlichen.

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