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Claus Peymann - Mein Leben

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Katalogzettel

Titel Claus Peymann - Mein Leben
Titelzusatz Bedeutendster und umstrittenster Theatermacher Deutschlands
Urheber/innen und Mitwirkende Peymann, Claus [GND ]
Schicketanz, Johanna [Regie] [GND ]
ARD-alpha [Sendeanstalt]
Datum 2017.06.04 [Sendedatum]
2009 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Theater ; Portrait ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-13070

Information

Inhalt

Das deutschsprachige Theater ohne Claus Peymann? Undenkbar! Seit 45 Jahren macht er Theater, polarisiert und nervt, ist größenwahnsinnig, aber von Selbstzweifeln gequält, warmherzig, laut, großzügig, ein Getriebener, ein Aufmischer, lacht gern, auch über sich selbst, ist kindlich-naiv, ein ständiger Selbstdarsteller und dennoch scheu. Er sei ein ewig Unzufriedener, sagt er in diesem intensiven filmischen Porträt, in dem er seine Lebens-Stationen Revue passieren lässt: Studententheater in Hamburg, Regisseur am Theater am Turm in Frankfurt, Schauspieldirektor am Staatstheater Stuttgart, Intendant am Schauspielhaus Bochum, Direktor des Wiener Burgtheaters und seit zehn Jahren Intendant des Berliner Ensembles.

Forscher wollte er werden, "als Erster den Fuß in unbekannte Welten setzen" - und so sieht er seinen Beruf: "Jede Probe ist ein Abenteuer". Die Dichter liebt er, sie allein bewundert er: Thomas Bernhard, George Tabori, Peter Handke, Elfriede Jelinek und viele andere. So sind zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Autoren ein Merkmal seiner Arbeit, aber auch seine Klassiker-Inszenierungen erregen Begeisterung und Ablehnung.

Für Claus Peymann ist Theater öffentlich und damit immer politisch. "Theater kämpft für die Schwachen und Entrechteten, gegen die Mächtigen." Skandale sind für ihn Skandale der Gesellschaft.

Stuttgart muss er verlassen, weil er für die Zahnbehandlung von RAF-Gefangenen im Stammheimer Gefängnis Geld spendet. Mit der Uraufführung von Thomas Bernhards "Heldenplatz" am Wiener Burgtheater thematisiert er den latent gegenwärtigen Antisemitismus der Österreicher und verursacht den größten Skandal in der deutschsprachigen Theatergeschichte. Allein die Ankündigung, den nach 26 Jahren aus der Haft entlassenen RAF-Terroristen Christian Klar als Praktikanten am BE zu beschäftigen, löst einen Sturm der Entrüstung aus. Seit Jahren versucht der Dramatiker Rolf Hochhuth mit juristischen Schritten, Claus Peymann und das Berliner Ensemble aus dem Theater-Haus am Berliner Schiffbauerdamm zu klagen, dessen Miteigentümer er ist.

Für das Theater hat Claus Peymann auf ein privates Familienleben verzichtet. Das Theater war und ist seine Familie.

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