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Miriam Makeba - Mama Afrika

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Katalogzettel

Titel Miriam Makeba - Mama Afrika
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2017.02.26 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Menschenrechte ; Politische Musik ; Dokumentarfilm ; Portrait ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Signatur E52-13833

Information

Inhalt

Ein finnischer Regisseur auf den Spuren einer südafrikanischen Sängerin: Mika Kaurismäki setzt der "Stimme Afrikas", Miriam Makeba, mit "Mama Afrika" ein filmisches Denkmal. Der ORF gedenkt der Künstlerin, deren Geburtstag sich am 4. März zum 85. Mal jährt, mit der Ausstrahlung der Dokumentation.

"Ich besinge keine Politik. Ich singe lediglich die Wahrheit." Der 1932 im Township Prospect bei Johannesburg geborenen Miriam Makeba hat diese Auffassung künstlerischen Ausdrucks viel Zuspruch gebracht. Und eine Menge Feinde.

Der Dokumentarfilm von Mika Kaurismäki, dem älteren Bruder des bekannten Filmemachers Aki Kaurismäki über die weltbekannte Sängerin ist die Hommage an eine Frau, die wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte.

Sie hat ein halbes Jahrhundert lang die Welt bereist und ihre politische Botschaft gegen Rassismus, gegen Armut sowie für Gerechtigkeit und Frieden verbreitet. Miriam Makeba hat Musiker überall auf der Welt inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik ist sie dabei immer treu geblieben.

Ins Exil wurde sie schon 1959 getrieben, nachdem sie in dem Apartheid-kritischen Dokumentarfilm "COME BACK, AFRICA" mitgewirkt hatte. Harry Belafonte verhalf ihr in die USA, wo sie 1962 unter anderem bei einer Geburtstagsfeier John F. Kennedys auftrat und 1967 mit "Pata Pata" ihren ersten Welthit hatte.

Als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete und ins Fadenkeuz des FBI geriet, ließ sie sich in Guinea nieder und setzte ihr Engagement gegen das weiße Apartheid-Regime in ihrer Heimat von dort aus fort.

Bis zu ihrer Scheidung zehn Jahre später lebte sie in Guinea, tourte durch Europa, Südamerika und Afrika. Private und persönliche Schicksalsschläge machten ihr in den Folgejahren das Leben jedoch zunehmend schwerer.

Dennoch setzte sie sich weiterhin für Menschenrechte ein, trat mit Paul Simon auf dessen "Graceland"-Tournee auf und kehrte nach Nelson Mandelas Freilassung 1990 nach 27 Jahren im Exil wieder in ihre Heimat Südafrika zurück.

Im Jahr 2005 verabschiedete sich "Mama Afrika", wie sie liebevoll in ihrer Heimat und von ihren Anhängern genannt wurde, vom Musikgeschäft und absolvierte lediglich noch kleinere Auftritte.

Ein Benefizkonzert zugunsten des von der Camorra bedrohten Schriftstellers und Journalisten Robert Saviano am 9. November 2008 im italienischen Castel Volturno sollte ihr letzter Auftritt sein. Nach einem Herzinfarkt auf der Bühne starb sie im Alter von 76 Jahren.

Mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interviews stellt der Film den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch für Furore gesorgt hatte, dar. Freunde, Verwandte und Kollegen kommen dabei ebenso zu Wort, wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt.

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