Restwärme
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Katalogzettel
| Titel | Restwärme |
| Titelzusatz |
"Restwärme" (1992) Theaterstück von Eugen Ruge Mitschnitt des Wiener Volkstheaters für interne Dokumentationszwecke |
| Spieldauer | 01:38:16 |
| Urheber/innen |
Ruge, Eugen [Moderation]
[GND]
|
| Mitwirkende |
Ruge, Eugen [Text]
[GND
]
Bruckmeier, Stephan [Inszenierung] Böhm, Toni [Darsteller/in] [GND ] Volkstheater Wien [Produzent] |
| Datum |
1994.02.15 [Aufführungssdatum] 1994.02.06 [Erstaufführung] |
| Ort |
Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
|
| Schlagworte | Theater ; Literatur ; Kultur ; Drama ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
Österreich |
|
20. Jahrhundert - 90er Jahre
|
|
| Typ | video |
| Format |
ISO-Image [von-DVD] DFFLV [Dateiformat: FLV] DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 12-13233_k02, 12-13233, 12-13233 12-13233 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Ein Mann übt. Er übt nicht für eine außergewöhnliche Leistung oder eine schwere Prüfung. Nein, nur für ein ganz normales Einstellungsgespräch. Aber was ist da alles zu bedenken und zu beherrschen. Bei früheren Einstellungsgesprächen hat er Fehler gemacht. Zuwenig auf seine Haltung geachtet, zuwenig auf sein Lächeln, zuwenig auf seinen Atem. Es gibt ja so viele Fehlerquellen: Die Unterwäsche und die Ernährung und die Weltanschauung … Doch diesmal darf nichts schiefgehen, diesmal muß alles unter Kontrolle sein: kein Mundgeruch, keine feuchten Handflächen, keine farblich schlecht abgestimmte Krawatte. Doch je mehr der Mann übt, desto unerreichbarer wird das Ziel, desto aussichtsloser wird der Kampf um Perfektion.
Eugen Ruge hat einen wachen Blick für die Kälte unserer Konsumgesellschaft. In seinen Stücken schildert er eine eisige, grausame Warenwelt, in der am Menschen nur noch das perfekte Funktionieren zählt.
In Restwärme ist ihm über die Gesellschaftsanalyse hinaus ein Kabinettstück für einen Schauspieler gelungen. Der verzweifelte Kampf gegen den eigenen Körper, die eigenen Gefühle, die unausrottbare Restwärme eben, entbehrt nicht der Komik.
Eugen Ruge hat einen wachen Blick für die Kälte unserer Konsumgesellschaft. In seinen Stücken schildert er eine eisige, grausame Warenwelt, in der am Menschen nur noch das perfekte Funktionieren zählt.
In Restwärme ist ihm über die Gesellschaftsanalyse hinaus ein Kabinettstück für einen Schauspieler gelungen. Der verzweifelte Kampf gegen den eigenen Körper, die eigenen Gefühle, die unausrottbare Restwärme eben, entbehrt nicht der Komik.