Cyrano de Bergerac
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Information
Inhalt
Cyrano de Bergerac: Toni Böhm ; Christian de Neuvilette: Maria Bill ; Roxane: Nicole Ansari ; Graf Guiche: Roger Murbach ; Le Bret: Rainer Frieb ; Ragueneau: Uwe Falkenbach ; Duenna: Johanna Mertinz
[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] Am 28. Dezember 1897 fand im Pariser Théâtre Porte-Saint-Martin die Uraufführung eines romantisch-historischen Versdramas statt: Cyrano de Bergerac. In bewußtem Gegensatz zu den dominierenden Strömungen der Zeit – Naturalismus, Symbolismus und das bürgerliche Lachtheater Feydeaus – setzte der Dramatiker Edmond Rostand auf den Zauber der gebundenen Sprache, auf großes Kostüm- und Kulissentheater, auf Verklärung der Vergangenheit, auf eine berührend entsagungsvolle Liebesgeschichte, auf Romantik.
Die Mischung war perfekt, der Erfolg rauschend und neunundneuzig Jahre später zählt Cyrano de Bergerac immer noch zu den Lieblingsstücken von Publikum und Schauspielern.
Der historische Cyrano de Bergerac– Hercule Savinien de Cyrano, 1619 bis 1655 –, ein Zeitgenosse Molières also, war Soldat, Aufklärer, Lyriker und Verfasser satirisch burlesker Utopien, wie der „Reise zum Mond“. Sein Jähzorn und seine Rauflust sind verbürgt, seine etwas zu groß geratene Nase ebenso; sie hinderte ihn allerdings keineswegs daran, zahlreiche Liebesaffären zu unterhalten und an der Syphilis zu sterben.
Rostand schuf eine neue Cyrano-Figur, die für seine Zeitgenossen zum Inbegriff des idealen Franzosentums wurde; schnell, geistreich, gewandt, aufbrausend und draufgängerisch, aber auch tapfer, treu und bedingungsloser Hingabe fähig. Doch wenn die Geschichte zu ihrer Entstehungszeit auch einen konservativ-nationalistische Beigeschmack gehabt haben mag – er hat sich längst verflüchtigt. Geblieben ist ein Theaterrausch, ein Stück, das alles, was das Theater des 19. Jahrhunderts zu bieten hatte, triumphal zusammenfasst, eine betörende Kombination von Poesie, Wehmut und Komik.
Die Mischung war perfekt, der Erfolg rauschend und neunundneuzig Jahre später zählt Cyrano de Bergerac immer noch zu den Lieblingsstücken von Publikum und Schauspielern.
Der historische Cyrano de Bergerac– Hercule Savinien de Cyrano, 1619 bis 1655 –, ein Zeitgenosse Molières also, war Soldat, Aufklärer, Lyriker und Verfasser satirisch burlesker Utopien, wie der „Reise zum Mond“. Sein Jähzorn und seine Rauflust sind verbürgt, seine etwas zu groß geratene Nase ebenso; sie hinderte ihn allerdings keineswegs daran, zahlreiche Liebesaffären zu unterhalten und an der Syphilis zu sterben.
Rostand schuf eine neue Cyrano-Figur, die für seine Zeitgenossen zum Inbegriff des idealen Franzosentums wurde; schnell, geistreich, gewandt, aufbrausend und draufgängerisch, aber auch tapfer, treu und bedingungsloser Hingabe fähig. Doch wenn die Geschichte zu ihrer Entstehungszeit auch einen konservativ-nationalistische Beigeschmack gehabt haben mag – er hat sich längst verflüchtigt. Geblieben ist ein Theaterrausch, ein Stück, das alles, was das Theater des 19. Jahrhunderts zu bieten hatte, triumphal zusammenfasst, eine betörende Kombination von Poesie, Wehmut und Komik.
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Premiere war am [1996.12.19]