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Vom Qualtinger

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Im „letzten Lokal“ treffen sie sich morgens, abends oder mitternachts, aber immer knapp vor der Sperrstund, die liebenswürdigen Henker und die gemeingefährlichen Opfer, die Blumen vom Gemeindebau, die anlassigen Herren im Salonsteirer, die Zaungäste des Wirtschaftswunders, die ewigen Hofräte und die ewigen Witwen, die Monster und Wesen und träumen davon, dass Wien wieder Weltstadt wird.
Anlass der Aufführung ist der 10. Todestag Helmut Qualtingers. Er war dem Volkstheater als Schauspieler und als Schriftsteller verbunden. Anlass, aber nicht Ursache, dramatische Texte „vom Qualtinger“ zu spielen; die – gemeinsam mit Carl Merz geschriebene – „Hinrichtung“, 1965 am Volkstheater mit Helmut Qualtinger als Scharfrichter Engel uraufgeführt, und eine Auswahl aus seinen unzähligen Szenen und Dramoletten, wie „Das letzte Lokal“ oder „Die Rose von Gumpendorf“. Böse, melancholische und satirische Texte, die dem Wien der Fünfzigerjahre – die in Österreich ja bis tief in die Neunziger reichten – ein unvergleichliches literarisches Denkmal setzen.

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