Die Erzählung der Magd Zerline
Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.
Katalogzettel
| Titel | Die Erzählung der Magd Zerline |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Broch, Hermann [Text]
[GND
]
Lhotsky, Georg [Inszenierung] [GND ] Heger, Suzie [Bühnenbild] [GND ] Swoboda, Brigitte [Mitarbeiter/in] [GND ] Schwab, Rolf [Mitarbeiter/in] [GND ] Volkstheater Wien [Veranstalter] |
| Datum |
2001.09.30 [Aufführungssdatum] 2001.09.19 [Erstaufführung] |
| Ort |
Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
|
| Schlagworte | Theater ; Drama ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-13446 |
Information
Inhalt
Gefesselt an den Dienst bei der Gnädigen, erlebt eine Dienstmagd im Verlauf ihrer langen Fronzeit Macht und Ohnmacht der Unterwerfung: Zerline, die ihr Leben in dienender Stellung bei einer altösterreichischen Adelsfamilie verbracht hat, erzählt in einem schier atemlosen Monolog einem unbeteiligten Untermieter ihre Lebensgeschichte, die sich auf wundersame Weise als zuerst unter Rachegelüsten versteckte, dann immer selbstbewusster auftrumpfende Liebesgeschichte enthüllt: Eine Liebesgeschichte zwischen Herr und Magd, bei der beide Beteiligten einander in der erotischen Verstrickung nichts schuldig geblieben sind – im Gegensatz zur sozialen Abhängigkeit, bei der der Herr seiner Liebesdienerin sehr wohl alles schuldig blieb. „Die Erzählung der Magd Zerline“, vom großen österreichischen Autor Hermann Broch in der amerikanischen Emigration 1948/49 ursprünglich als Novelle für den Band „Die Schuldlosen“ geschrieben, hat längst das Theater als ebenso vielschichtigen wie sozial demaskierenden Frauenmonolog für sich erobert: als „eine der gößten Liebesgeschichten, die ich kenne“ (Hannah Arendt). Im 50. Jahr nach Hermann Brochs Tod inszeniert Georg Lhotsky diese Ballade von Liebe, Lust und Abhängigkeit, mit Brigitte Swoboda als Magd Zerline und Rolf Schwab als fremdem Zeugen dieser Selbstentäußerung.