Wittgensteins Neffe
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Katalogzettel
| Titel | Wittgensteins Neffe |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Bernhard, Thomas [Text]
[GND
]
Guinand, Patrick [Inszenierung] [GND ] Albert, Pierre [Bühnenbild] Gary, Hervé [Mitarbeiter/in] Böhm, Toni [Darsteller/in] [GND ] Boric, Hasija [Darsteller/in] [GND ] Volkstheater Wien [Veranstalter] |
| Datum |
2001.04.11 [Aufführungssdatum] 2001.03.29 [Erstaufführung] |
| Ort |
Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
|
| Schlagworte | Theater ; Drama ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Typ | video |
| Format |
ISO-Image [von-DVD] DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-13464 12-13464 |
Information
Inhalt
Es ist die Geschichte einer Freundschaft. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertiefte sich Thomas Bernhards Freundschaft mit Paul Wittgenstein, die in leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte. Paul Wittgenstein, der Neffe Ludwig Wittgensteins, entstammte einer der reichsten Familien Österreichs. Er besuchte das Theresianum in Wien und studierte Mathematik. Seit seinem 35. Lebensjahr brach seine Nervenkrankheit immer wieder durch. Anfänglich finanziell sehr gut gesichert, verschenkte er sein Vermögen unbekümmert an Freunde und Arme, bis er selber in Armut dahinvegetierte. In seinen letzten Lebensjahren vereinsamte er mehr und mehr, nur noch mit seinem Freund Thomas Bernhard verbunden. Bernhards Notizen sind zur Sterbegeschichte des Paul Wittgenstein geworden. Zwölf Jahre hindurch hatte Bernhard das Sterben seines Freundes beobachtet. Und durch diese Beobachtung hat sich auch die Selbstbeobachtung Thomas Bernhards verschärft – so dass durch den Porträtierten auch das Bild des Porträtisten starke Konturen gewinnt. Patrick Guinands Adaption von „Wittgensteins Neffe“ wurde 1991 mit großem Erfolg in Paris uraufgeführt und in Rom nachgespielt. Sie verdankt ihre Entstehung einem prägenden Gespräch mit dem Autor 1985 in Ohlsdorf.