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ME-Log

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Katalogzettel

Titel ME-Log
Titelzusatz Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence
Urheber/innen und Mitwirkende Brandner, Eni Maria Anna [Regie]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2018.04.08 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-14703

Information

Inhalt

ME-Log ist eine Reflexion über künstliche und mediale Identitäten, die wir von uns selbst kreieren, und wie diese überzeichneten Bilder unser Bewusstsein manipulieren, und die Wahrnehmung von uns selbst und anderen beeinflussen.

“Ein Golem. Leviathan. Alles zugleich. Und doch nichts. Nur eine Maschine. Ein Roboter. Ohne Kontrolle. Marionette. Eine Nette. Fäden zieht wer anderer. Da kommst du nicht aus. Entropie hat mal jemand gesagt. Oder Bieder, der Meier? Es wird nur komplizierter. Also lassen wir alles beim Alten? Reset. Restart. Reinstall. Program. Control. Enter. Run. RUN! Error.“

Eni Brandner erzählt in ihrem Film “Me-­-Log” von der manipulierten Oberfläche der medialen Bilder. Sie zeigt eine Frau (Isabella Jeschke), deren Bild sich ständig verändert -­ durch die äusseren und inneren Einflüsse denen sie ausgesetzt ist. Aktuelle technische und gesellscha]liche Entwicklungen wie das Benützen von künstlicher Intelligenz, Neuralen Netzwerken, Machine Learning, Motion Tracking, Gesichtserkennung und -manipulation durch allgemein zugängliche Handy-­Apps und Software, sowie Fake News und die möglichen Folgen, werden angesprochen. Die Frage nach dem Punkt, oder der Auflösung bleibt im Raum - wie könnte eine Welt aussehen, in der wir nicht mehr sicher sind, ob wir mit einem Menschen oder einer Maschine kommunizieren und was bedeutet das für unsere Wahrnehmung unseres Selbst? Eine Textcollage aus Zitaten zum diesem Thema, die über den Zeitraum von eineinhalb Jahren vor allem im Internet gesammelt wurden und mit autobiographischen Erlebnissen kombiniert wurden, unterstreicht die Bedeutung der Bilder mit Wortspielen wie eine Art Litanei. Ein sich ständig wiederholender Teufelskreis, aus dem es bis auf die vollständige Auflösung unseres Seins, kein entkommen gibt.

Über die Künstlerin:
Eni Brandner (*1981 Innsbruck) ist Filmemacherin und Videokünstlerin, lebt und arbeitet in Wien. Nach ihrem Studium der Multimediaart (FH Salzburg) und des klassischen Trickfilms (Akademie der Bildenden Künste Zagreb), beschäftigt sie sich vorwiegend mit der Findung von experimentellen Zugängen in Zusammenhang mit der Schaffung von Narrativen im interdisziplinären Feld zwischen Film, Animation, darstellender Kunst und Musik.

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