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Almsommer

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Katalogzettel

Titel Almsommer
Urheber/innen und Mitwirkende Koller, Maria Magdalena [Regie]
Obonya, Cornelius [Sprecher/in] [GND ]
3sat [Sendeanstalt]
Datum 2018.09.10 [Sendedatum]
2006 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Natur ; Naturaufnahmen ; Dokumentation ; Brauch ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-15268

Information

Inhalt

Eine Sennerin in der Steiermark, ein Schafbauer in Osttirol und ein Hirte in Vorarlberg geben Einblick in ein Leben, das von der Schönheit der Landschaft und von einer traditionsreichen Kultur geprägt ist. Beeindruckend ist dabei nicht nur der spektakuläre Viehtrieb auf die Lechtaler-Almen, bei denen 450 Rinder einen 2500 Meter hohen Sattel überqueren, sondern auch die wieder gewonnene Wertschätzung der Almen als Urlaubsort.

Ein Teller Ribel, ein Vater Unser. Letzte Anweisungen vom Hirten. Danach nimmt jeder Treiber seinen Stecken. Ab jetzt gilt es nur noch das Vieh zusammenzuhalten und darauf zu achten, dass die Herde den Leittieren folgt. 430 Rinder beim Aufbruch in die Sommerfrische. Ihr Weg führt entlang der schroffen Gebirgsketten der Lechtaler Alpen auf den 2500 Meter hoch gelegenen Wöster, wo sattgrüne Täler und prächtige Blumenwiesen einander abwechseln. Eine Kulisse, die den Zug der Viehherde zu einem spektakulären Naturschauspiel werden lässt.
Der Viehtrieb auf die Lechtaler Almen ist eine der beeindruckendsten Szenen der Universum-Dokumentation "Almsommer" - ein Film, der Sehnsüchte weckt und gleichermaßen das reale Almleben schildert. Die Dokumentarfilmerin Maria Magdalena Koller hat Menschen vor die Kamera gebeten, die seit Jahren den Sommer auf der Alm verbringen. Die Sennerin Erika Ladreiter aus der Steiermark, der Schafbauer Josef Schett aus Osttirol und der Hirte Martin Riedmann aus Vorarlberg geben Einblick in ihr Leben, das von der Schönheit der Landschaft und von einer traditionsreichen Kultur geprägt ist.

Jahrhundertealte Bauerntradition
"Sobald der Schnee zu schmelzen beginnt, halt ich's herunten nicht mehr aus", beschreibt Erika Ladreiter ihre Sehnsucht nach dem Almleben. Die 62-jährige Altbäuerin ist seit 14 Jahren Sennerin auf der Putzentalalm im steirischen Sölktal, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann eine Hütte bewirtschaftet. Hier wird noch immer bei offenem Feuer gekäst und gekocht. Für Erika Ladreiter ist das kein "Touristengag", sondern jahrhundertealte Bauernart, die sie fortführt. Die vielen Urlauber, die auf eine Jause zu ihr kommen, wissen dieses traditionelle Almleben zu würdigen.

Die Alm als Urlaubsort
Die wieder gewonnene Wertschätzung der Almen als Urlaubsort zeigt sich auch in Osttirol. So sind die Hütten der Oberstalleralm langfristig restlos ausgebucht, obwohl es dort keinen "Almanimateur" gibt, sondern nur einen Holzofen, Fließwasser und frische Milch. "Wir sind von vielem verschont geblieben", meint Josef Schett zu dieser Art von Tourismuskonzept.

Das Leben auf der Alm erscheint vielen Menschen als ein paradiesischer Zustand. Martin Riedmann hat sich diesen Traum erfüllt. Es ist sein vierter Sommer als Hirte. Mehr als zwei Monate ist er mit den 430 Rindern der Dornbirner Bauern auf den Hochalmen unterwegs. Ein Leben, bei dem trotz der vielen Arbeit und Verantwortung das Freiheitsgefühl überwiegt.

"Almsommer" ist eine Hommage an die heimischen Almen, an einen unverzichtbaren Lebensraum und an seine Bewohner.

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