Un-Heil Essen
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Katalogzettel
| Titel | Un-Heil Essen |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Settele, Hanno [Reporter/in]
[GND
]
3sat [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.09.11 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Ernährung ; Nahrung ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-15269 |
Information
Inhalt
Ernährung zwischen Genuss und Erlösung
Hanno Settele ist in dieser Dokumentation auf Nahrungssuche zwischen Vergiftungsangst und Heilsversprechen: Rohkost, Veganismus, Insekten oder doch das gute, alte Steak? Kann Nahrung heilen? Fasten wir um die Wette, bis das Leben, das wir verlängern wollen, Sinn und Freude verliert? Oder liegt der Genuss im Verzicht? Settele erkundet in einem Foodtruck die neue Kampfzone vom "richtigen" Essen in Begleitung der Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler, ist kulinarischer Gast bei einer Selbstversorger-Familie, schaut zwei Food-Stylisten über die Schulter und durchleuchtet die Geschichte des Essens seit den 50ern.
Rohkost, Veganisten, Insekten oder doch das gute alte Steak? Fasten wir um die Wette, bis das Leben, das wir verlängern wollen, Sinn und Freude verliert? Oder liegt der Genuss im Verzicht?
Hanno Settele ist in dieser Dokumentation auf Nahrungssuche zwischen Vergiftungsangst und Heilsversprechen: Rohkost, Veganismus, Insekten oder doch das gute, alte Steak? Kann Nahrung heilen? Fasten wir um die Wette, bis das Leben, das wir verlängern wollen, Sinn und Freude verliert? Oder liegt der Genuss im Verzicht? Settele erkundet in einem Foodtruck die neue Kampfzone vom "richtigen" Essen in Begleitung der Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler, ist kulinarischer Gast bei einer Selbstversorger-Familie, schaut zwei Food-Stylisten über die Schulter und durchleuchtet die Geschichte des Essens seit den 50ern.
Rohkost, Veganisten, Insekten oder doch das gute alte Steak? Fasten wir um die Wette, bis das Leben, das wir verlängern wollen, Sinn und Freude verliert? Oder liegt der Genuss im Verzicht?
Nur Rohkost - wirklich gesund?
Hanno Settele erkundet in einem Food-Truck die neue "Kampfzone" vom "richtigen" Essen - in Begleitung der Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler.
In Tirol ist Settele kulinarischer Gast bei einer Selbstversorger-Familie, für die Gras ein elementares Nahrungsmittel ist. Auf den Tisch kommt nur Rohkost, meist aus dem eigenen Garten: Blumen, Kräuter, längst vergessene Heilpflanzen. Denn: Lebensmittel zu erhitzen schädige den Körper.
Vegan oder darf es doch Fleisch sein
Auch eine Wurst will für den großen Auftritt geschminkt werden!
Auch zwei Food-Stylisten schaut Settele über die Schulter. Pinzetten, Pinsel, Farbe und Bunsenbrenner braucht es, um eine Wurst für's Coverfoto auf Hochglanz zu bringen.
Mit der Essens-Bloggerin und Köchin Sophia Hoffmann kocht Settele im Foodtruck Speisen, für die kein Tier sterben oder auch nur gemolken werden musste - also alles rein vegan. In einer der letzten kleinen Schlachtereien ist Settele im steirischen Pöllau dabei, wie ein Rind vom Fleischer in Handarbeit geschlachtet wird.
Essen als Funktion: Der Bodybuilder Tony Breznik muss ständig Essen. Sein Körper ist eine Maschine, die Stoff braucht. Protein pur oder als Polenta. Sein Frühstück beginnt mit einer "Plentn" aus einem Dutzend Eiern. Weiter geht's mit Steak und Protein-Pillen. Zucker vs. Zucker: Die wenigsten Menschen wissen, dass Apfelsaft mehr Zucker enthält als Cola: Werner Gruber macht den Ernährungsmythen-Check.
Insekten - roh, frittiert - Eiweißquelle der Zukunft?
Selbst ist der Mann: Im Waldviertel schlachten drei Wiener zum ersten Mal in ihrem Leben einen Ochsen selbst und verteilen ihn komplett auf 1.000 Einmachgläser. Ziel: Vom Betäubungsschuss bis zum Zerlegen dabei sein. Achtung vor dem Tier und das Bewusstsein gegenüber dem täglich verzehrten Fleisch sind ihre Motive. In weiterer Folge entstand aus dieser Aktion eine ganze Fernsehreihe mit dem Namen "Ochs im Glas".
Höher, Schneller, Weiter: Der YouTuber Martin Baade isst nur das Gesündeste vom Gesunden und preist die Lehre des "HighCarb"-Veganismus. Zwölf Bananen pro Tag sind dabei normal. Ist soviel Gesundheitswahn noch gesund?
Insekten, die Eiweißquelle der Zukunft: Weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen empfinden es als normal, Insekten zu essen. Mit zwei Insektenköchen aus Wien frittiert Hanno Settele Heuschrecken auf der Donauinsel und serviert Heuschrecken-Tortillas und Mehlwurmschokolade.Settele erkundet die Geschichte des Essens seit den 1950er Jahren. Von der Fresswelle in den Nachkriegsjahren über die Convenience-Food-bis zur Gourmet- und Biowelle. Die kritische Beschäftigung mit Nahrungsmitteln begann mit der Öko- und Alternativbewegung in den 1970er Jahren. Bis dahin hatte alles Technische, Chemische und Künstliche als das Bessere und Fortschrittlichere gegolten.
Essen: ein Glaubensgrundsatz?
Wir leben in einer Gesellschaft, die Essen im Überfluss hat und gleichzeitig gibt es heute kein Grundnahrungsmittel, das nicht unter Verdacht steht: Mehl, Zucker, Butter, Eier, Fett, Milch und Fleisch werden einzeln oder in vielerlei Kombinationen von den neuen Glaubensgemeinschaften verpönt und gemieden. Allergien als Alltagsgefühl: Laktose, Gluten und Co. Es gibt heute mehr Nahrungsunverträglichkeiten als früher, obwohl die Umweltprobleme und die chemische Anreicherung von Nahrungsmitteln seit den 1970er Jahren stark zurückgegangen sind. Einfach nur eine Mode? Sollten wir wieder zurück in die Steinzeit mit der Paleo-Diät?
Essen ist spirituell aufgeladen. Was ist dran an den Bedrohungen und Verheißungen, die uns die neuen Ess-Religionen predigen?
Hanno Settele erkundet in einem Food-Truck die neue "Kampfzone" vom "richtigen" Essen - in Begleitung der Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler.
In Tirol ist Settele kulinarischer Gast bei einer Selbstversorger-Familie, für die Gras ein elementares Nahrungsmittel ist. Auf den Tisch kommt nur Rohkost, meist aus dem eigenen Garten: Blumen, Kräuter, längst vergessene Heilpflanzen. Denn: Lebensmittel zu erhitzen schädige den Körper.
Vegan oder darf es doch Fleisch sein
Auch eine Wurst will für den großen Auftritt geschminkt werden!
Auch zwei Food-Stylisten schaut Settele über die Schulter. Pinzetten, Pinsel, Farbe und Bunsenbrenner braucht es, um eine Wurst für's Coverfoto auf Hochglanz zu bringen.
Mit der Essens-Bloggerin und Köchin Sophia Hoffmann kocht Settele im Foodtruck Speisen, für die kein Tier sterben oder auch nur gemolken werden musste - also alles rein vegan. In einer der letzten kleinen Schlachtereien ist Settele im steirischen Pöllau dabei, wie ein Rind vom Fleischer in Handarbeit geschlachtet wird.
Essen als Funktion: Der Bodybuilder Tony Breznik muss ständig Essen. Sein Körper ist eine Maschine, die Stoff braucht. Protein pur oder als Polenta. Sein Frühstück beginnt mit einer "Plentn" aus einem Dutzend Eiern. Weiter geht's mit Steak und Protein-Pillen. Zucker vs. Zucker: Die wenigsten Menschen wissen, dass Apfelsaft mehr Zucker enthält als Cola: Werner Gruber macht den Ernährungsmythen-Check.
Insekten - roh, frittiert - Eiweißquelle der Zukunft?
Selbst ist der Mann: Im Waldviertel schlachten drei Wiener zum ersten Mal in ihrem Leben einen Ochsen selbst und verteilen ihn komplett auf 1.000 Einmachgläser. Ziel: Vom Betäubungsschuss bis zum Zerlegen dabei sein. Achtung vor dem Tier und das Bewusstsein gegenüber dem täglich verzehrten Fleisch sind ihre Motive. In weiterer Folge entstand aus dieser Aktion eine ganze Fernsehreihe mit dem Namen "Ochs im Glas".
Höher, Schneller, Weiter: Der YouTuber Martin Baade isst nur das Gesündeste vom Gesunden und preist die Lehre des "HighCarb"-Veganismus. Zwölf Bananen pro Tag sind dabei normal. Ist soviel Gesundheitswahn noch gesund?
Insekten, die Eiweißquelle der Zukunft: Weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen empfinden es als normal, Insekten zu essen. Mit zwei Insektenköchen aus Wien frittiert Hanno Settele Heuschrecken auf der Donauinsel und serviert Heuschrecken-Tortillas und Mehlwurmschokolade.Settele erkundet die Geschichte des Essens seit den 1950er Jahren. Von der Fresswelle in den Nachkriegsjahren über die Convenience-Food-bis zur Gourmet- und Biowelle. Die kritische Beschäftigung mit Nahrungsmitteln begann mit der Öko- und Alternativbewegung in den 1970er Jahren. Bis dahin hatte alles Technische, Chemische und Künstliche als das Bessere und Fortschrittlichere gegolten.
Essen: ein Glaubensgrundsatz?
Wir leben in einer Gesellschaft, die Essen im Überfluss hat und gleichzeitig gibt es heute kein Grundnahrungsmittel, das nicht unter Verdacht steht: Mehl, Zucker, Butter, Eier, Fett, Milch und Fleisch werden einzeln oder in vielerlei Kombinationen von den neuen Glaubensgemeinschaften verpönt und gemieden. Allergien als Alltagsgefühl: Laktose, Gluten und Co. Es gibt heute mehr Nahrungsunverträglichkeiten als früher, obwohl die Umweltprobleme und die chemische Anreicherung von Nahrungsmitteln seit den 1970er Jahren stark zurückgegangen sind. Einfach nur eine Mode? Sollten wir wieder zurück in die Steinzeit mit der Paleo-Diät?
Essen ist spirituell aufgeladen. Was ist dran an den Bedrohungen und Verheißungen, die uns die neuen Ess-Religionen predigen?