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Mythos Monogamie - Liebe auf neuen Wegen

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Titel Mythos Monogamie - Liebe auf neuen Wegen
Titelzusatz Im Kontext - Die Reportage [2018.08.31]
Urheber/innen und Mitwirkende Servus TV [Sendeanstalt]
Datum 2018.08.31 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Reportage ; Sexualität ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-15644

Information

Inhalt

Die große Liebe. Für immer und ewig. Eine Sehnsucht, die oft unerfüllt bleibt. Scheidungsanwälte und Paartherapeuten haben Hochkonjunktur, fast jede zweite Ehe wird geschieden. Noch nie gab es so viele Singles wie heute. Liegt es vielleicht gar nicht an den Menschen, wenn die Liebe zerbricht, sondern an der Form, in der sie gegossen werden soll: die Beziehung zu zweit? „Im Kontext – die Reportage“ auf den Spuren der Liebe: Ist die Monogamie ein Konzept von gestern?

2017 war das Boom-Jahr der Heiratswilligen. 45.000 Ehen wurden in Österreich geschlossen. Und das, obwohl zahlreiche Soziologen und Verhaltensforscher das Ende der Monogamie ausrufen. Alternative Liebesmodelle erleben einen neuen Aufschwung. Schätzungen zufolge leben bis zu 15.000 Österreicher polyamor, führen also Beziehungen mit mehreren Partnern gleichzeitig. Beliebter wird auch die Form der offenen Beziehung: Sex mit anderen ist erlaubt, vorausgesetzt der Partner ist einverstanden.

Musikerin Ankathie Koi hat sich für das Modell einer offenen Beziehung entschieden. Seit drei Jahren lebt sie in einer festen Partnerschaft, Liebeleien außerhalb der Zweierbeziehung sind allerdings nicht tabu: „Die einzige wirkliche Grundregel bei uns ist, dass wir ehrlich zum anderen sind“, erklärt die Sängerin.

Seit dem überraschenden Tod seiner Frau lebt Schauspieler Peter Weck alleine - nach 45 Jahren glücklicher Ehe. Auch wenn das Schicksal ihm die große Liebe beschert hat, sieht er die Inszenierung der Liebe in seinen Filmen dennoch kritisch: „Man hat damals vielleicht in einem falschen Glauben mit dieser langen Liebe etwas in die Welt gesetzt, was nicht ganz stimmt“, so der Schauspieler.

Der Wunsch nach dem Partner fürs Leben ist für Verhaltensbiologen vor allem eine Frage der kulturellen Prägung und weniger der Natur: „Dass wir die monogame Beziehung als das Standardmuster der Beziehung verstehen, das hat damit zu tun, dass wir in einer sehr christlich geprägten Kultur sozialisiert sind“, ist Wissenschaftlerin Elisabeth Oberzaucher überzeugt.

Kann man mehr als einen Menschen lieben, wo versteckt sich die große Liebe, und ist die Zweierbeziehung vielleicht sogar ein Auslaufmodell? „Im Kontext – Die Reportage“ über Liebe und unterschiedliche Lebensmodelle.

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