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Die Sprache der Mächtigen (1-4)

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Katalogzettel

Titel Die Sprache der Mächtigen (1-4)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Denscher, Barbara [Gestaltung] [GND ]
Tomek, Johanna [Sprecher/in] [GND ]
Eckstein, Detlev [Sprecher/in] [GND ]
Muhr, Rudolf [Interviewte/r] [GND ]
Halwachs, Dieter [Interviewte/r] [GND ]
Heringer, Hans Jürgen [Interviewte/r] [GND ]
Wodak, Ruth [Interviewte/r] [GND ]
Grohnert, Rene [Interviewte/r]
SHB [Produzent]
Datum 1990.12.03 [Sendedatum]
1990.12.04 [Sendedatum]
1990.12.05 [Sendedatum]
1990.12.06 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
KKA [Kompaktkassette]
Nummern 60718/1-4 [Bestellnummer]
Sprache Deutsch
Signatur 9-10850, 6-29288_b, 6-29288_a, 6-26821_b, 6-26821_a

Information

Inhalt

"Handlungsbedarf" und "Grünpolitik"- das sind zwei der geläufigsten Vokabel, die in letzter Zeit aus der Sprache der Politik in den allgemeinen Wortschatz übergegangen sind. Um Ziele, Vorstellungen und ideologische Inhalte darzulegen und durchzusetzen, werden in der politischen Rhetorik immer wieder neue Ausdrücke geprägt - aber auch, um Absichten zu verschleiern oder zu verharmlosen: Ein typisches Beispiel dafür ist die Sprache der Nationalsozialisten, in der etwa der brutale Massenmord an der jüdischen Bevölkerung euphemistisch als "Endlösung" bezeichnet wurde. Ein ganz aktuelles Beispiel für die inhaltlichen Wandlungen, die die Sprache der Mächtigen durchmachen kann, bietet der einschlägige Wortschatz der DDR, in dem zahlreiche Begriffe nach und nach "umgewertet" wurden - etwa "Demokratie", "Marktwirtschaft" oder "Klassenfeind". (orf)
Analyse der nationalsozialistischen Sprachregelung, Untersuchung der Massenwirkung der Hitlerreden, Tätigkeit und Ziele des Reichspropagandaministeriums, Relikte und Wiederaufleben faschistischer Sprechformen im modernen Sprachgebrauch (vor allem im Zusammenhang mit sozialen Randgruppen, etwa den AIDS-Schriften rechtradikaler Gruppen). (orf)
Verschiedenheiten im politischen Wortschatz der ehemaligen DDR und desübrigen deutschen Sprachraums, offizielle Sprachsteuerung in der DDR, Veränderungen des politischen Sprachgebrauchs der DDR im Zuge der Reformbestrebungen 1989/ 1990, Auflösung des DDR-typischen Politvokabulars im Zuge der deutschen Einigung 1990. (orf)
Das politische Sprechen wird durch verschiedene gesellschaftliche Rahmenbedingungen geprägt, wie etwa die verschiedenen Formen der parlamentarischen Demokratie, die Bedeutung von Interessensvertretungen usw., Schwierigkeiten des Wählers, einzelne politische Leitwörter zu verstehen, Möglichkeit für den Politiker, Absichten und Zielsetzungen dadurch zu vertuschen. Die Sprache des einzelnen ist durch seine politische Haltung bestimmt, z.B. verschiedene Darstellungen rund um die Besetzung der Hainburger Au 1984. (orf)

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