Österreich I - Folge 6 - Abschied von Österreich
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Österreich I - Folge 5 und 6
Katalogzettel
| Titel | Österreich I - Folge 6 - Abschied von Österreich |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Portisch, Hugo
[GND
]
Riff, Sepp [GND ] ORF 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1988.03.02 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Politik Österreich ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Sprache |
Deutsch |
| Gesamtwerk/Reihe | Österreich I - Folge 5 und 6 |
Information
Inhalt
"Die radikalen Kräfte, denen die eigene Macht mehr bedeutet als das Leben ihrer Mitbürger, waren verhältnismäßig klein, die Zahl der Vernüftigen groß. Aber der Druck, die Drohung, der Terror der wenigen vermochte es, die vielen Vernünftigen einzuschüchtern - sie hatten Angst, gaben nach, kapitulierten", sagt Dr. Huo Portisch, der heute in der fünften Folge seiner atemberaubenden "Österreich I"-Serie über die Zeit nach dem Justizpalastbrand bis zum Bürgerkrieg berichtet. Dr. Portisch, dem "wahnsinnig peinlich" ist, als Präsidentschaftskandidat ins Gespräch gebracht worden zu sein ("Nein, nein, niemals"): "Es war nicht immer so schlimm, wie es sich heute darstellt, 1929 schien sich die Situation sogar zu konsolidieren. Es war ein richtiges Aufbruchsjahr. Man war ernsthaft gewillt, Österreichs Ansehen in der Welt zu festigen, und warb enorm für heimische Produkte." Und die Erfolge blieben nicht aus: Nicht nur Export. Auch bei der ersten Wahl zur "Miss Universe" kürt man die Wienerrin Lisl Goldarbeoter und Lehars "Das Land des Lächelns" wird zur erfolgreichsten Operette ihrer Zeit. Der Zufall will es, daß ausgerechnet in diesem Jahr chinesische Polizeischüler in Wien ausgebildet werden. Und was lernen sie hier? Sie haben es erraten: Das Ausstellen von Strafmandaten für Schnellfahren. Nur kurz war die Atempause: "1931 steigt die Arbeitslosigkeit rapid an. Der letzte Hochofen wird in Donawitz (schon damals!) gelöscht. und Steyr entläßt 5000 von 70000 Arbeitern". (Text aus einer Fernsehzeitschrift von 1988)