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Dieser Spinner ist ein Genie - Zur Person Glenn Gould (1-4)

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Katalogzettel

Titel Dieser Spinner ist ein Genie - Zur Person Glenn Gould (1-4)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Burkert, Ursula [Gestaltung]
SHB [Produzent]
Datum 1992.09.28 [Sendedatum]
1992.09.29 [Sendedatum]
1992.09.30 [Sendedatum]
1992.10.01 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Portrait ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 60909/1-4 [Bestellnummer]
Sprache Deutsch
Signatur 9-11164

Information

Inhalt

Niemand spielte Bachs Werke mit solch stellarem Glanz. Glenn Goulds Interpretation der "Goldberg-Variationen" war eine Offenbarung. Mit 23 Jahren schon galt Glenn Gould, geboren 1932, als Superstar der Konzertpianisten: Neun Jahre später, er ist noch nicht einmal 32, verabschiedet sich Glenn Gould radikal aus den Konzertsälen und ist hinfort nur noch auf Platten zu hören. Die Kritiker toben: Das habe sich nicht einmal ein Horowitz erlauben können. Doch Gould, fasziniert von den Möglichkeiten der Aufnahmetechnik, macht das Tonstudio zur Werkstatt und tritt aus der schützenden Isolation mit ganz außerordentlichen Platteneinspielungen hervor. Glenn Gould war ein Exzentriker: manchmal begleitete er seine eigenen Klavierdarbietungen mit tonalem Singsang; oft erschien er mitten im Hochsommer in einen dicken Wollmantel gehüllt, mit Mütze und Schal; immer reiste er mit seinem winzigen, abgesägten Klavierstuhl, der ihm eine charakteristische, gehockte primatenhafte Haltung am Klavier verlieh. Bereits zu Lebzeiten eine Legende, wurde der Künstler, als er mit fünfzig starb, zum Mythos. Kaum ein anderer Musiker dieses Jahrhunderts ist so grenzenlos bewundert und so gnadenlos kritisiert worden wie Glenn Gould. Von Glenn Gould sind viele theoretische Schriften über Musik, über das Radio, über Improvisation und Kritiker erhalten. Er interviewte zum Beispiel sich selbst oder gab lange Telefoninterviews, sprach im Radio über Mozart, Beethoven und Bach. (orf)

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