zurück

Leben im Stanzertal

Mediathek

Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.

Katalogzettel

Titel Leben im Stanzertal
Titelzusatz Heimat Österreich [2019.11.20]
Urheber/innen und Mitwirkende Vogg, Martin [Regie]
Lang, Angelika [Sprecher/in] [GND ]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2019.11.20 [Sendedatum]
2019 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Natur ; Dokumentation ; Naturaufnahmen ; Landschaft ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-16583

Information

Inhalt

Das Stanzertal im westlichen Tirol ist vor allem durch den Skiort St. Anton berühmt, von dem aus der Arlberg touristisch erschlossen wurde. Heimat Österreich blickt hinter die Kulisse des Fremdenverkehrs und begegnet Menschen, die von den harten Bedingungen erzählen, unter denen sie aufgewachsen sind.

In dem kargen Hochland stellt sich für die Bauern jeden Tag die Wasserfrage: das wenige Wasser, das aus dem Berg kommt, muss für alle landwirtschaftlichen Flächen reichen. Mit der sogenannten Rieselbewässerung, die das Wasser über eine leicht abschüssige Ebene über die ganze Fläche des Feldes verteilt, haben die Menschen hier eine seit Generationen bewährte Form gefunden, die auch entsprechend gepflegt und verwaltet wird. Die Rieselbewässerung steht hier exemplarisch für den schonenden Umgang mit den Ressourcen und für die ständige Gratwanderung zwischen den Interessen der Menschen und der Natur.

Seit Hunderten Jahren werden die Almen über das Zweidrittelgericht bewirtschaftet. Dabei bestimmen die Gemeinden einen Gewalthaber, der sich dann um die Verteilung der Tiere und die Bestellung der Hirten kümmert. Gewalthaber Alfons Falch erzählt von der Schönheit und den Herausforderungen seines Berufs. Hirt Gerhard Egender sagt uns, warum ihn das Leben auf der Alm von klein auf gefesselt hat. Auch mehrere ältere Pettneuer kommen zu Wort, die allesamt als Kinder auf die Nessleralm hinauf mussten, entweder, um die Hirten mit Lebensmittel zu versorgen, oder um selbst als Hirterbuben auf der Alm zu arbeiten.

Ein festlicher Höhepunkt jedes Jahr ist der Almabtrieb, bei dem wie im Ort Pettneu den Hirten jedes Jahr für ihre Sorge um die Tiere auf den Almen gedankt wird.

Wesentlich für das wirtschaftliche Überleben in der Region waren der Bahnbau und damit eng verbunden auch der Tourismus. So arbeiten die meisten Menschen im Stanzertal bei der Bahn oder zumindest saisonal in Skischulen oder Hotels beziehungsweise vermieten sie selbst Zimmer, wobei sie sich noch an die Einfachheit der Unterbringung der Gäste in früheren Tagen erinnern können. Historisches Bildmaterial belegt, dass schon vor rund 100 Jahren die meisten Landwirtschaften im Nebenerwerb geführt worden sind, und schon damals die Bauern als Bahnhofsvorsteher oder Bergführer ein Zubrot verdient haben.

Der Schnapsbrenner Stefan Notdurfter bewirtschaftet liebevoll seine Obstgärten, und bewässert sie mit dem Wasser der Waale, einem uralten Bewässerungssystem, das auch heute noch große Bedeutung für die gerechte Verteilung des Wassers im Tal hat.

Download


Metadaten
Mediathek Logo