Traditionsreiches Österreich ; Lovara - Lieder und Bergfeuer
Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.
Katalogzettel
| Titel | Traditionsreiches Österreich ; Lovara - Lieder und Bergfeuer |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Wager, Herbert [Regie]
Fritsch, Regina [Sprecher/in] [GND ] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2019.08.04 [Sendedatum] 2017 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Brauch ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-16951 |
Information
Inhalt
Die UNESCO schützt in Österreich seit 2009 viele bekannte und unbekannte kulturelle Aktivitäten als immaterielles Kulturerbe. Diese Dokumentation widmet sich den Liedern der Lovara, den Ehrwalder Bergfeuern und den Menschen, die dieses Erbe mit großer Leidenschaft am Leben erhalten.
Ebenso von außergewöhnlichem Gemeinschaftssinn geprägt ist die Kultur der Lovara-Roma, in deren Mittelpunkt der Zusammenhalt der Familie steht. Die Lovara waren über Jahrhunderte Pferdezüchter und Pferdehändler, somit sesshafte Gewerbetreibende und sind somit nicht dem „Fahrenden Volk“ zuzuordnen. Karriere oder Bildung sind nebensächlich gewesen, im Vordergrund stand arbeiten um zu überleben. Der einst weit verbreitete Analphabetismus hat aber auch die Kultur der Lovara beeinflusst, weshalb geschichtliche Überlieferungen stets in Gesängen dargeboten werden. Lieder die heute noch von Ruzsa Nikolic –Lakatos vorgetragen werden, sind ein Spiegelbild der Geschichte der Lovara. Sie handeln von Sehnsüchten und Liebe, ebenso wie von politischen Repressalien bis hin zum Bombenanschlag 1995 im burgenländischen Oberwart.
Lieder der Lovara
Kommunikation im Mittelpunkt haben auch die Bergfeuer im Tirolerischen Ehrwalder Talkessel. An weithin sichtbaren Plätzen warnten sie einst die Bevölkerung vor herannahenden Feinden. Heute wird diese gesellschaftliche Praxis zur Sonnenwende, um den 21. Juni gefeiert. Dabei werden hoch oben am Berg mit brennbarem Material übergroße Figuren und Motive „gezeichnet“, die nach eintretender Dunkelheit gezündet werden. Ein Spektakel, das bis heute an die Tiroler Freiheitskämpfe erinnern soll, und damit zutiefst mit der Tiroler Seele verbunden ist.
Ebenso von außergewöhnlichem Gemeinschaftssinn geprägt ist die Kultur der Lovara-Roma, in deren Mittelpunkt der Zusammenhalt der Familie steht. Die Lovara waren über Jahrhunderte Pferdezüchter und Pferdehändler, somit sesshafte Gewerbetreibende und sind somit nicht dem „Fahrenden Volk“ zuzuordnen. Karriere oder Bildung sind nebensächlich gewesen, im Vordergrund stand arbeiten um zu überleben. Der einst weit verbreitete Analphabetismus hat aber auch die Kultur der Lovara beeinflusst, weshalb geschichtliche Überlieferungen stets in Gesängen dargeboten werden. Lieder die heute noch von Ruzsa Nikolic –Lakatos vorgetragen werden, sind ein Spiegelbild der Geschichte der Lovara. Sie handeln von Sehnsüchten und Liebe, ebenso wie von politischen Repressalien bis hin zum Bombenanschlag 1995 im burgenländischen Oberwart.
Lieder der Lovara
Kommunikation im Mittelpunkt haben auch die Bergfeuer im Tirolerischen Ehrwalder Talkessel. An weithin sichtbaren Plätzen warnten sie einst die Bevölkerung vor herannahenden Feinden. Heute wird diese gesellschaftliche Praxis zur Sonnenwende, um den 21. Juni gefeiert. Dabei werden hoch oben am Berg mit brennbarem Material übergroße Figuren und Motive „gezeichnet“, die nach eintretender Dunkelheit gezündet werden. Ein Spektakel, das bis heute an die Tiroler Freiheitskämpfe erinnern soll, und damit zutiefst mit der Tiroler Seele verbunden ist.