3. und 4. Teil
Mitwirkende:
Koch, Alfred [Gestaltung]
, Wanka, Rudi [Sprecher/in]
, Borek, Jaromír [Sprecher/in]
, Hartmann, Bernd [Interviewte/r]
, Pircher, Wolfgang [Interviewte/r]
, Pietschmann, Herbert [Interviewte/r]
, Wulff, Christoph [Interviewte/r]
, Nowotny, Helga [Interviewte/r]
, Kamper, Dietmar [Interviewte/r]
Datum:
1989.03.01 [Sendedatum]
1989.03.02 [Sendedatum]
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Schlagworte:
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Bildung
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Publizierte und vervielfältigte Aufnahme
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Typ:
audio
Signatur:
6-26464_b,
6-26464_a
Inhalt:
"Wenn du mich fragst, was Zeit ist, weiß ich es. Wenn du mich aber danach fragst dir die Zeit zu erklären, so kann ich es nicht." Ein berühmtes Augustinus Zitat, mit dem auch heute noch versierte Erforscher der Zeit auf die einfache Frage: "Was ist Zeit?" etwas schulterzuckend reagieren. Die Auswirkungen dieser gedanklich so schwer faßlichen Zeit, die faszinierenden Vorstellungen, die man sich von ihr gemacht hat und macht und das jedes Leben entscheidend prägende Zeitempfinden ist demgegenüber leichter zu beschreiben. Alfred Koch versucht über Gespräche und Aufzeichnungen eine kleine Reise in die Vorstellungs-Formen der Zeit: Vom alten Ägypten, in der die Zeit wie der Nil floß, über das Mittelalter, in dem die Zeit nach Meinung vieler, ein Seil war, das von Ost nach West jeden Tag gespannt wurde - bis hin zur abstrakten Chronokratie in der Gegenwart, der Allmacht der Beschleunigung. Eine Zeit-Reise, nicht nur historisch: Mit Momentaufnahmen und Interviews aus dem Jetzt: Über den ständigen Verlust jener Zeit, die man gerade gewonnen hat - über die Faszination des Zeitsparens. Über die Behauptung, daß man im Rausch der Beschleunigung die Zeit nicht spürt - und über das längst überall angestimmte Lob der Langsamkeit. Und schließlich: Ist die Beschleunigung wirklich eine Form von Zerstörung oder stimmt das türkische Sprichwort, der Teufel habe die Eile erfunden, in seiner Allgemeinheit doch nicht. (ORF)