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Von Manner bis zum Kornspitz

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Katalogzettel

Titel Von Manner bis zum Kornspitz
Titelzusatz Erfolgsgeschichten in Rot-Weiß-Rot
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2020.02.29 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Ernährung ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-17551

Information

Inhalt

[Senderinformation] Eine Dokumentation auf den Spuren der großen österreichischen Lebensmittelproduzenten.

Anfang des 20. Jahrhunderts zählte man in Österreich allein 60 Millionäre, die in der Lebensmittelindustrie zu großem Reichtum gekommen waren. Dafür, dass in Österreich die Korken knallen, sorgt neben anderen Herstellern seit rund 130 Jahren die Sektkellerei „Kattus“. Sie ist eine der bekanntesten Weinkellereien der Bundeshauptstadt Wien. Zur gleichen Zeit, als sich Johann Kattus anschickt, Sekt in großem Stil zu produzieren, gründet ein unternehmungslustiger junger Wiener eine Firma, die in Sachen Süßwaren zu einem Weltbegriff werden wird: Josef Manner (1865-1947). Am Wiener Stephansplatz gründet er sein erstes Geschäft und steigt zum bekanntesten Süßwarenerzeuger der Monarchie auf. Die unternehmerische Eloquenz des Hauses Manner war noch in dessen Enkel zu spüren: der legendäre Carl Manner (geb. 1929) führte das Unternehmen jahrzehntelang bis zu seinem Tod im April 2017.

Besonders großen Erfolg hatten im alten Österreich die Zuckerfabrikanten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Monarchie der größte Zuckerhersteller der Welt. Nicht minder bedeutsam waren die „Bierbarone“. Zu ihnen zählte, an vorderster Stelle, die Dreher-Dynastie. Anton Dreher (1810-1863) dem Älteren gelang die Entwicklung des Lagerbiers. Damit revolutionierte er das Brauereigewerbe und trug zu dessen Umwandlung in eine Industrie bei. Jahrzehntelang war sein „Schwechater Bier“ marktbeherrschend und auf der ganzen Welt geschätzt. Das Unternehmen kam später in die Hände einer weiteren bekannten Industriellenfamilie, der Mautner-Markhofs. Viele Unternehmer des fin de siecle zeigten sich am Kunstleben ihrer Zeit hochinteressiert und wurden zu wichtigen Mäzenen. Gustav Klimt und Egon Schiele etwa erhielten von der jüdischen Familie Lederer dauerhafte Unterstützung und viele Aufträge. Auch bekannte Unternehmen wie „Spitz“ oder „Ankerbrot“ kamen als Gründungen jüdischer Industrieller zustande. Entsprechend konfliktreich verlief ihre Geschichte im 20. Jahrhundert. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und des Wirtschaftswunders wiederum ist geprägt von Unternehmen wie „Inzersdorfer“ oder „Recheis“, die in der Lebensmittelproduktion jener Zeit an führender Position standen; nicht zuletzt, weil ihre Produkte den Beschränkungen der Zeit entgegenwirkten oder den Zeitgeist trafen. Zuletzt widmen wir uns zwei neueren Unternehmen: in Peter Augendoplers „Backaldrin. The Kornspitz Company“ wird die ethische Komponente des Lebensmittels „Brot“ wieder sichtbar, und bei „Ecoduna“ setzt man auf eine nahrhafte Substanz der Zukunft: die Mikroalge.

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