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Backstage Wiener Staatsoper

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Katalogzettel

Titel Backstage Wiener Staatsoper
Urheber/innen und Mitwirkende Domanig, Stephanus [Regie]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2020.06.01 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Örtliche Einordnung Wien, Staatsoper
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-19711

Information

Inhalt

Auch wenn die Wiener Staatsoper durch Corona zu einem Dornröschenschlaf verdammt ist, dieses Haus wird schon bald wieder die gleiche brodelnde Energie generieren, die Stephanus Domanig noch vor der Krise in seinem Dokumentarfilm eingefangen hat.

Dafür sorgen hunderte Menschen, die hier zusammenarbeiten, auf dass Abend für Abend die Stars auf der Bühne glänzen und ihr Publikum begeistern können. Aber SängerInnen, Balletteusen, Chor und Orchester spielen in "Backstage Wiener Staatsoper" nicht die Hauptrolle.

Die Menschen hinter, neben, unter und ober den Kulissen stehen im Rampenlicht dieses Films: die Bühnenarbeiter, das Team am Schnürboden, die Handwerker, die Ton- und Lichtspezialisten, die Näherinnen, die Maske, die Rechtsabteilung, die Regieassistenz, der Portier, die Platzanweiser, der Inspizient, der Souffleur bis hin zum Putztrupp. Und allen wird auf gleicher Augenhöhe begegnet. Es ist ein Konglomerat an Kreativität und Kompetenz, an Feuer und Elan, an Routine und Ruhe.

Den roten Faden zieht Domanig entlang der Neuinszenierung von "Samson et Dalila" unter der Regie von Alexandra Liedtke. 15 Monate ist er mit der Kamera bis zur Premiere mit Elina Garanca und Roberto Alagna dabei. Gleichzeitig begleitet er die Entwicklung des Bühnenbildes von einer Phantasie über das Modell bis zum Einsatz auf der Bühne. Probenausschnitte vor den noch unfertigen Kulissen werden mit Szenen der Aufführung gegengeschnitten. Erst das komplette Bild, macht die Präzision klar, mit der alle Rädchen der Belegschaft ineinander greifen, um eine Idee vollendet umzusetzen.

Zwischen all den Impressionen, Gesprächen und Proben entführt die Kamera in ruhigen Fahrten immer wieder in das Innerste der geschichtsträchtigen Räume und Gänge des Hauses - ästhetische Verschnaufpausen inmitten der Bilder von Betriebsamkeit.

Bei aller Magie, die Domanig mit der Kamera einfängt, vermittelt er auch die schweißtreibende Schwerarbeit, die der Alltag hinter den Kulissen eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt mit sich bringt.

Es darf gestaunt und geschmunzelt werden, man darf gerührt und fasziniert sein. Und selbst notorischen Opernfreaks wird der Blick in diesen Mikrokosmos noch Respekt vor dem Zustandekommen eines Opernabends abverlangen.

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