Das Verhör des Lukullus
Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.
Katalogzettel
Information
Inhalt
Am 11. Dezember 1939 bot der Verleger Kurt Reiss dem Studio Bern Brechts neuestes Radiostück an. Darin muss der römische Feldherr Lukullus beim Verhör vor dem Totengericht erfahren, dass alle seine kriegerischen Ruhmestaten im Totenreich nicht zählen. Brecht hatte den "Lukull" im Exil für den Stockholmer Rundfunk geschrieben, damit "so ziemlich die Grenze dessen erreichend, was noch (gegen Hitler) gesagt werden darf". Doch der schwedische Sender trat von der Abmachung zurück. In Bern wurde der "Lukull" schon anfangs 1940 von Ernst Bringolf produziert. Die Ursendung fand statt am Pfingstsonntag, 12. Mai 1940, 21.05 Uhr - also kurz nach der zweiten Generalmobilmachung der schweizerischen Armee, während des Einmarsches der Deutschen in Belgien, Holland und Luxemburg. Die Aufnahme, die in der Schweiz nur einmal wiederholt wurde, ist später gelöscht worden.