Der Bruder unseres Gottes
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Inhalt
Der Maler Adam, dessen Bilder eine besondere und beunruhigende Aussagekraft haben, wird den meisten seiner Künstlerfreunde unverständlich. Er hält sich, wann immer er kann, in der Nähe der Armen auf, in einem Asyl. Seine Freunde sind besorgt, daß Adam seine wahre Berufung, das Malen, vernachlässigt. Adam diskutiert mit ihnen über ein Bild, das er nie vollendet malen kann, den Bruder Gottes, der alles Leid und Elend auf sich genommen hat. Und endlich löst sich Adam von der Kunst, will das Absolute leben. Er wird zum Bettelmönch, zum "Diener der Diener Christi". Karol Wojtyla, Papst Johannes Paul II., hat dieses Theaterstück zwischen 1945 und 195O geschrieben. Vorbild für seinen Adam war der polnische Maler und Freiheitskämpfer, später Mönch, Adam Chmielowsy. Wojtyla, damals noch jung, hat den eigensinnigen Stil eines kämpferischen Philosophen und Theologen, hat auch den rhapsodischen Schwung des genuin religiösen Poeten. Sein Adam, der "Bruder Gottes" steht in entschiedenem Gegensatz zu den marxistischen Ideologen.