Frühstück bei mir [2017.02.26]
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Katalogzettel
| Titel | Frühstück bei mir [2017.02.26] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stöckl, Claudia [Moderation]
[GND
]
Pilz, Peter [Interviewte/r] [GND ] ORF Radio Österreich 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2017.02.26 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Unterhaltung ; Politik Österreich ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-02079 |
Information
Inhalt
[Sendungsinformation]
Peter Pilz: „Ich habe auch Krebs gehabt“
Mit einem sehr persönlichen Bekenntnis antwortete Peter Pilz in Ö3-„Frühstück bei mir“ auf die Frage von Claudia Stöckl, ob er die verstorbene Ministerin Sabine Oberhauser auch im Kampf gegen den Krebs begleiten oder trösten konnte.
Der Grün-Politiker erzählte: „Ich habe sie immer wieder im Parlament getroffen und dann haben wir über unsere Erfahrungen geredet.“ Und Pilz überraschte auf Ö3 mit dem Geständnis: „Sie hat mir von ihrer Erkrankung erzählt und - das habe ich noch nie öffentlich gesagt - ich habe ihr auch von meiner erzählt. Ich habe auch Krebs gehabt.“
„Bin vollständig geheilt“
Es war vor zwanzig Jahren, da hatte der langjährige Abgeordnete im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung die Diagnose Prostatakrebs bekommen. „Aber gleich nach der Diagnose habe ich mir gesagt: ‘Das gewinne ich.‘ Gottseidank ist der Krebs so früh erkannt worden - ich musste weder Chemo- noch Strahlentherapie machen. Der Tumor wurde entfernt, er war lokal begrenzt und konnte als Ganzer operiert werden. Ich bin vollständig geheilt und weiß, was das für ein Glück ist.“
Pilz bekräftigte, dass er bis jetzt nur Freunden und Bekannten von seinem Kampf gegen den Krebs erzählt hatte, und „einige, von denen ich gewusst hab, dass sie eine ähnliche Krankheit haben. Die habe ich beraten und versucht ihnen zu sagen, wie man damit umgehen kann, weil es sehr viele Menschen gibt, die dann von einer unglaublichen Angst erfasst werden, die sie handlungsunfähig macht. Ich glaube es war auch wichtig für Sabine Oberhauser, nie die Hoffnung aufzugeben, weil wenn man nicht kämpft und wenn man nicht davon überzeugt ist, dann stehen die Heilungschancen viel schlechter. Man gewinnt nicht immer, aber man hat viel bessere Chancen zu gewinnen.“
Kämpferisch zeigte sich der Grün-Aufdecker auf Ö3 auch in seiner politischen Mission: er halte es für „sehr wahrscheinlich, dass er die nötige Unterstützung für einen neuerlichen Eurofighter-Untersuchungsausschuss bekommt, weil, so Pilz: „Die FPÖ früher oder später ihren Widerstand aufgeben muss, das würden ihnen ihre Wählerinnen und Wähler sonst nicht verzeihen.“ In jedem Fall zeigte sich das politische Urgestein am Ö3-Frühstückstisch voll Energie. Auch wenn Eva Glawischnig (Pilz über Glawisching, „Ich habe keine Chefin, sie ist die Bundessprecherin der Grünen und die Klubobfrau. Aber ich habe keine Chefin, die mir etwas anschaffen kann.“) immer wieder von einer notwendigen Verjüngung der Partei spreche, sehe er sich als „eines der wirklichen Nachwuchstalente meiner Partei. Ich habe eigentlich alle Eigenschaften der Parteijugend: Nicht folgen, aufmüpfig sein - irgendwer muss das ja machen.“
Wo sich der heute 63jährige in zehn Jahren sieht? Peter Pilz zu Claudia Stöckl: „In zehn Jahren werde ich gnadenlos die Pilze in meiner obersteirischen Heimat verfolgen. Aber vielleicht bin ich auch Abgeordneter. Oder vielleicht wird es doch etwas anderes. Ich habe mein ganzes Leben nicht gewusst, was ich im übernächsten Jahr mache. Aber ich werde dann hoffentlich etwas tun, das mir genau so viel Spaß macht wie das jetzt.“
Peter Pilz: „Ich habe auch Krebs gehabt“
Mit einem sehr persönlichen Bekenntnis antwortete Peter Pilz in Ö3-„Frühstück bei mir“ auf die Frage von Claudia Stöckl, ob er die verstorbene Ministerin Sabine Oberhauser auch im Kampf gegen den Krebs begleiten oder trösten konnte.
Der Grün-Politiker erzählte: „Ich habe sie immer wieder im Parlament getroffen und dann haben wir über unsere Erfahrungen geredet.“ Und Pilz überraschte auf Ö3 mit dem Geständnis: „Sie hat mir von ihrer Erkrankung erzählt und - das habe ich noch nie öffentlich gesagt - ich habe ihr auch von meiner erzählt. Ich habe auch Krebs gehabt.“
„Bin vollständig geheilt“
Es war vor zwanzig Jahren, da hatte der langjährige Abgeordnete im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung die Diagnose Prostatakrebs bekommen. „Aber gleich nach der Diagnose habe ich mir gesagt: ‘Das gewinne ich.‘ Gottseidank ist der Krebs so früh erkannt worden - ich musste weder Chemo- noch Strahlentherapie machen. Der Tumor wurde entfernt, er war lokal begrenzt und konnte als Ganzer operiert werden. Ich bin vollständig geheilt und weiß, was das für ein Glück ist.“
Pilz bekräftigte, dass er bis jetzt nur Freunden und Bekannten von seinem Kampf gegen den Krebs erzählt hatte, und „einige, von denen ich gewusst hab, dass sie eine ähnliche Krankheit haben. Die habe ich beraten und versucht ihnen zu sagen, wie man damit umgehen kann, weil es sehr viele Menschen gibt, die dann von einer unglaublichen Angst erfasst werden, die sie handlungsunfähig macht. Ich glaube es war auch wichtig für Sabine Oberhauser, nie die Hoffnung aufzugeben, weil wenn man nicht kämpft und wenn man nicht davon überzeugt ist, dann stehen die Heilungschancen viel schlechter. Man gewinnt nicht immer, aber man hat viel bessere Chancen zu gewinnen.“
Kämpferisch zeigte sich der Grün-Aufdecker auf Ö3 auch in seiner politischen Mission: er halte es für „sehr wahrscheinlich, dass er die nötige Unterstützung für einen neuerlichen Eurofighter-Untersuchungsausschuss bekommt, weil, so Pilz: „Die FPÖ früher oder später ihren Widerstand aufgeben muss, das würden ihnen ihre Wählerinnen und Wähler sonst nicht verzeihen.“ In jedem Fall zeigte sich das politische Urgestein am Ö3-Frühstückstisch voll Energie. Auch wenn Eva Glawischnig (Pilz über Glawisching, „Ich habe keine Chefin, sie ist die Bundessprecherin der Grünen und die Klubobfrau. Aber ich habe keine Chefin, die mir etwas anschaffen kann.“) immer wieder von einer notwendigen Verjüngung der Partei spreche, sehe er sich als „eines der wirklichen Nachwuchstalente meiner Partei. Ich habe eigentlich alle Eigenschaften der Parteijugend: Nicht folgen, aufmüpfig sein - irgendwer muss das ja machen.“
Wo sich der heute 63jährige in zehn Jahren sieht? Peter Pilz zu Claudia Stöckl: „In zehn Jahren werde ich gnadenlos die Pilze in meiner obersteirischen Heimat verfolgen. Aber vielleicht bin ich auch Abgeordneter. Oder vielleicht wird es doch etwas anderes. Ich habe mein ganzes Leben nicht gewusst, was ich im übernächsten Jahr mache. Aber ich werde dann hoffentlich etwas tun, das mir genau so viel Spaß macht wie das jetzt.“